Calbe l Die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballerinnen der TSG Calbe empfangen heute um 17 Uhr den amtierenden Landesmeister TuS 1860 Magdeburg-Neustadt in der Hegersporthalle. Die Schönebeckerinnen hingegen müssen sich noch einen Tag länger gedulden. Die Sieben um Coach Dirk Schedlo ist am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Niederndodeleben II gefordert.

Hellwach sein

TSG Calbe - TuS 1860 Magdeburg-Neustadt (Sonnabend, 17 Uhr). „Das ist eine gute Mannschaft mit individuell sehr starken Spielerinnen“, zollt TSG-Trainer Ronald Kampe dem Gegner im Vorfeld Respekt, weiß aber auch um die eigene Motivation: „Wir sind zu Hause und wollen das Spiel natürlich gewinnen.“ Entscheidend wird sein, wer besser in die Partie kommt und ihr den Stempel aufdrückt. „Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein“, betont der Trainer, der sein Team nach dem deutlichen Auftakterfolg gegen Oebisfelde nun auf einen ungleich stärkeren Gegner einschwört.

So gewannen die Neustädterinnen in der Vorwoche mit 32:28 gegen die Reserve des TSV Niederndodeleben und konnten sich dabei erneut auf ihre Torjägerin Jenny Friese verlassen. Beeindrucken lassen sich die TSG-Frauen davon aber nicht: „Wir haben fast alle an Bord und sind guter Dinge, dass es mit dem Heimsieg klappt“, geht der TSG-Coach mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in das anstehende Spiel.

TSV Niederndodeleben II - SG Lok Schönebeck (Sonntag, 15 Uhr). Am vergangenen Sonntag wollte sich Dirk Schedlo eigentlich auf den Weg nach Magdeburg machen, um sich das Handball-Sachsen-Anhalt-Spiel zwischen den Frauen des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt und dem TSV Niederdodeleben II anzusehen. Dabei ging es weniger darum, neue Spielerinnen für die SG Lok Schönebeck zu gewinnen. Vielmehr wollte der Übungsleiter den kommenden Gegner seiner Sieben beobachten. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts. Aufgrund der geltenden Corona-Regelungen waren kaum Zuschauer beim TuS zugelassen. Ohne große Erkenntnisse fahren die Handballerinnen der SG Lok somit zum TSV Niederndodeleben II (Anwurf 15 Uhr).

Offene Rechnung

„Ich weiß nicht, ob sich der TSV personell verändert hat. Aber ich gehe davon aus, dass sie es nicht gemacht haben“, wagt der Übungsleiter den Blick in die berühmte Glaskugel. Was Schedlo aufgrund der vergangenen Aufeinandertreffen beider Teams aber weiß: „Niederndodeleben ist eine spielstarke Mannschaft, welche ein sehr gutes Tempospiel an den Tag legt. Da müssen wir ordentlich was entgegensetzen“, so Schedlo.

In der Vorsaison gelang den Elbestädterinnen das nicht wirklich. Eine krachende 16:28-Pleite und ein 30:30-Remis setzte es in der abgebrochenen „Corona-Saison“. Eine Wiedergutmachung ist daher dringend nötig. Das Selbstvertrauen dafür sollte in der Elbestadt vorhanden sein, startete die Schönebecker Sieben doch mit einem Heimerfolg gegen den HSV Magdeburg (17:16).

Dabei hatten die Schönebeckerinnen allerdings Probleme, den richtigen Rhythmus zu finden. Aber damit hatte Schedlo gerechnet und vermutet auch diesmal wieder „Anlaufschwierigkeiten. Das variiert bei uns immer stark. Mal sind es nur zwei, mal zehn Minuten. Um dem entgegenzuwirken, haben wir in der Vorbereitung ein paar Abläufe geändert. Ich denke, so etwas wie gegen den HSV wird uns allerdings nicht noch einmal passieren“, ist der Coach sicher.