Calbe l Neu dabei sind neben Trainer Hannes Krausholz und Co-Trainer Markus Splitt fünf Spieler. Es scheint ihm immer alles noch sehr vertraut. Zielgerichtet steuert Hannes Krausholz auf den Raum zu, in dem die Geräte stehen. Mit gezielten Handgriffen holt er Handbälle, Fußbälle, aber auch den Medizinball hervor. Bereits vor der Halle gab es Pläne über die weitere Vorbereitung der Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer der TSG Calbe in Absprache mit der Kanuabteilung. „Abwechslung ist geboten“, sagt Co-Trainer Markus Splitt, der Krausholz gefolgt ist. Und Krausholz kennt die Vorbereitung ganz genau, erzählte auch einige Anekdoten aus seiner Zeit als Spieler.

Frühes Karriereende

Nun ist der ehemalige Calbenser zurück an der alten Wirkungsstätte, in seinem „alten Wohnzimmer“. Zu seinen Spielern baute er bereits Kontakt am vergangenen Freitag, beim ersten Training, auf. „Wir wurden beide sehr gut aufgenommen. Viele von ihnen kenne ich ja noch“, erzählt Calbes neuer Coach. Angefangen hat die Karriere von Krausholz bei der TSG. „Von kleinauf habe ich hier gespielt“, sagt er. Mit 17 Jahren gab es aber den ersten Dämpfer, eine schwere Verletzung sorgte für eine Pause. Nach der anschließenden Reha war Krausholz wieder zurück. Doch zwei weitere Verletzungen sorgten für ein frühes Karriereende. „Sport ist schön, aber nicht mehr aktiv. Deshalb bin ich auf die Bank gewechselt.“

Als Betreuer der zweiten Mannschaft der TSG sammelte Krausholz, der Anfang 20 war, erste Erfahrungen als Trainer. Drei Jahre war er danach beim TuS Magdeburg. Nach einem Jahr in Glinde wollte er eigentlich kürzer treten, doch der FSV Magdeburg sicherte sich die Dienste von Krausholz. „Ich habe dann gesagt, nur ein Verein kann mich überzeugen und so ist es dann auch gekommen“, sagt er lächelnd.

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Nicht alles umwerfen

„Wir werden auch einen Teufel tun und hier alles umwerfen“, sagt Krausholz. Denn Ex-Coach Andreas Wiese hat eine „gute Grundlage hinterlassen“. Zum Vorbereitungsbeginn konzentrieren sich die Calbenser auf die Athletik und das Spiel mit dem Ball. Da die Halle für vier Wochen gesperrt wird, geht es danach an die Kraft und Kondition. Eine Bootstour, Spinning (Indoor-Fahrradfahren) und weitere teambildende Maßnahmen sind im Gespräch.

Denn an oberster Stelle steht für Krausholz die Integration der fünf Neuzugänge. „Das sind alles junge Leute, darauf haben wir geachtet“, erklärt der Coach. Bis auf Jan Luca Schülke waren die neuen beim Training dabei. Während Maximilian Held, Maximilian Wiedon und Felix Recker aktiv an den Übungen teilnahmen, absolvierte Kevin Krause in einem Nebenraum ein individuelles Training nach seinem Kreuzbandriss.

Doch die Chemie zwischen Trainerteam und Mannschaft scheint zu stimmen. Es wird viel gelacht während der Übungen, die dennoch mit einer gewissen Härte durchgezogen werden. „Nach dem Auftakt hatten einige Muskelkater. Manche haben es besser weggesteckt“, sagt Krausholz. Besonders fit schien Martin Sowa, der sich nach dem Auftakt über keinerlei Muskelkater beschwerte. Dieser durfte daher jede Bestrafung doppelt ausführen. Für seine Mitspieler war es ein großer Spaß, doch Sowa absolvierte seine Übungen mit Bravour.