Calbe l Es war bisweilen schweißtreibend, doch der Motivation tat das keinen Abbruch. So groß war bei den meisten Teams am zweiten Saale-Cup-Wochenende der Hunger, endlich wieder Tore zu werfen. Und so kämpften die Nachwuchssportler um jeden Ball, ärgerten sich über Fehlwürfe und feuerten ihre Torhüter an. Spielerisch erlebten die Zuschauer erneut sehenswerten Jugendhandball und viele schöne Aktionen bei tropischen Temperaturen in der Halle. Da half auch nicht das Öffnen der Türen in der Hegersporthalle in Calbe.

Keine Probleme beim Ablauf

Wie zuvor, lief es auch bei diesen vier Turnieren wie am Schnürchen. „Vielen Dank für die tolle Unterstützung an die Schiedsrichter, die Zeitnehmer und Sekretäre, sowie die fleißigen Helfer im Hintergrund“, fasste Organisator Ulrich Wurbs zusammen und das Publikum antwortete mit reichlich Applaus. Den hatten sich die Fans übrigens auch selbst verdient, denn die Stimmung war trotz der Hitze und manch knappen Duellen durchweg entspannt und fair.

Kein Wunder also, dass die 19. Auflage wiederum in guter Erinnerung bleibt. Der Blick in die Meldelisten zeigt zudem, dass es eine ganze Reihe von Vereinen gibt, die mit ihren Mannschaften Jahr für Jahr gern an die Saale kommen. Allen voran die SG Lok Schönebeck (mit 6 Teams), die HG 85 Köthen (5), der SV Wacker 09 Westeregeln (4) und der HSV Magdeburg (3). Letzterer dominierte die beiden weiblichen Turniere am Sonntag.

Klipp und klar gestalteten die Elbestädterinnen ihre Ergebnisse und zeigten ein ansehnliches Spiel mit starker Manndeckung. Die D-Mädchen der TSG Calbe hatten da kaum Chancen und mussten sich auch gegen die beiden anderen Teams am Ende geschlagen geben.

Spannender ging es in der weiblichen E-Jugend zu, in der die Vertreter aus Calbe, Köthen und Kühnau auf Augenhöhe agierten. Mit zwei hauchdünnen Siegen sicherten sich die jungen Gastgeberinnen überglücklich den dritten Platz und damit ihren ersten Saale-Cup. Noch einen Platz erfolgreicher war die SG Lok Schönebeck.

Der Fokus am Vortag richtete sich indes auf die männliche A-Jugend, die in der kommenden Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga antritt und gleich im ersten Spiel auf den zukünftigen Konkurrenten Westeregeln traf. Beide Teams markierten das erste von drei umkämpften Unentschieden. Am Ende gewann die TSG das Turnier vor Westeregeln. Die SG Lok Schönebeck erreichte Platz vier hinter dem Post SV Gera, der in diesem Jahr als einziger Verein aus Thüringen in Calbe am Start war.

Viel Lehrgeld hatte die neu formierte männliche E-Jugend zu zahlen. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt kam es jedoch nicht so sehr auf die Ergebnisse an, sondern darauf, die erste Spielerfahrung in der neuen Altersklasse zu sammeln. Die Saalestädter holten den vierten Platz hinter der SG Lok Schönebeck.