Calbe l Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Calbe war Gastgeber bei der Simultanveranstaltung anlässlich des 90. Geburtstages der Abteilung Schach bei der TSG Calbe und bot den richtigen Rahmen. Besonderen Dank richtet die Schachabteilung aber auch an ihre treuen Sponsoren, besonders die Saalesparkasse und das Grafische Zentrum Cuno, ohne die derartige Veranstaltungen in Calbe kaum möglich wären.

Trotz einiger kurzfristiger Absagen standen 29 Schachspieler aus Calbe, Barby, Schönebeck, Bernburg und Staßfurt der derzeit besten deutschen Schachspielerin und mehrfachen deutschen Meisterin zu einer Simultanvorstellung gegenüber. Vorher wurde die Veranstaltung aber von Abteilungsleiter Klaus Krausholz und Dr. Georg Hamm eröffnet. Dabei sorgte der Schalk für gelöste Gesichter. „Wir haben ja gestern schon mit ihr trainiert“, sagte Hamm. „Wobei – sie hat ja eher uns trainiert. Das war eine sehr lehrreiche Erfahrung.“ Pähtz lachte. Dann ging es los.

Besonders für die zahlreichen jugendlichen Spielerinnen und Spieler von Einheit Staßfurt war das natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. Jedoch herrschte auch unter den Routiniers große Spannung, ob sie der Großmeisterin in ihren Partien Paroli bieten könnten. Reihum wanderte Pähtz von Brett zu Brett, um ihre Züge auszuführen. Immer wenn sie erneut vor dem jeweiligen Spieler erschien, musste dieser seinen Zug ausführen, worauf die Großmeisterin wiederum ihren nächsten Zug ausführte.

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22 Siege gegen 29 Spieler

Nach gut zwei Stunden waren erst wenige Partien zugunsten der Großmeisterin entschieden. Doch es gab auch erfolgreichen Widerstand. Sechs Spieler schafften es, ihre Partien ausgeglichen zu gestalten und sicherten sich ein Remis. Allein der für den SSV Barby spielende Holger Lögler konnte seine Partie erfolgreich gestalten und sogar gewinnen. Am Ende nach knapp vier Stunden standen 22 Siege für Pähtz, sechs Remis und eine Niederlage auf dem Tableau.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, bei der Elisabeth Pähtz durch Klaus Krausholz mit Blumen und Applaus verabschiedet wurde, verbunden mit der Hoffnung auf vielleicht ein baldiges Wiedersehen.