Schönebeck l Bei sommerlichen Temperaturen kamen viele Menschen, um bei der großen Eröffnungsfeier der Beachtennnisanlage des TC Blau-Weiß Schönebeck dabei zu sein. Um zu ermitteln, wie viele Personen den Weg in die Stadionstraße fanden, eröffnete Marko Bittersmann, der Jugendwart des Vereins, die Veranstaltung mit einem lockeren Durchzählen, „so wie ich es vor jedem Training tue“. Werden die Zahlen nicht laut genug ins Mikrofon gerufen, wird von vorne begonnen. Und den Zuschauer gefiel es. Mit etwa 170 Personen waren neben den Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Gäste erschienen.

Am 28. Oktober 2017 wurde mit dem ersten Spatenstich der Neubau der Beachtennisanlage des TC Blau-Weiß Schönebeck begonnen. Als Teil des Gesamtprojektes „Flutlicht“ freuten sich insbesondere Thomas Hanemann (Vereinsvorsitzender) sowie Bittersmann darauf, dass es in Schönebeck bald möglich sein wird, mit einer Spielstätte für eine Trendsportart aufzuwarten. In einer turbulenten Wintersaison investierten viele Vereinsmitglieder, Eltern und Helfer, Kraft und Zeit um 330 Tonnen Sand zu bewegen und circa 120 Meter Borde zu setzen. Am vergangenen Sonntag erwartete alle der Lohn für die ganzen Mühen.

Laura Kemkes spielt Show-Match

In einer kurz gehaltenen Eröffnungsrede bedankte sich der Verein bei den vielen Helfern, Sponsoren und Spendern. Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt, das für den vergleichsweise kleinen Verein eine enorme Aufwertung bedeutet, so nicht durchführbar gewesen. Ein sehenswertes sportliches Spektakel folgte. Nachdem zunächst blau-weißer Rauch den neuen Platz einhüllte, eröffnete die deutsche Meisterin im Beachtennis und Nationalspielerin Laura Kemkes gemeinsam mit Hanemann die Beachtennisanlage. Bei typischem „Beach-Feeling“ liefen die beiden zunächst durch ein Spalier der Kinder und Jugendlichen aus dem Nachwuchsbereich ein.

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Beim anschließenden Show-Match zeigte Kemkes ihr Können. Besonders als sie den Herren der Ü 40-Mannschaft gegenüber stand, waren sehenswerte Szenen auf beiden Seiten zu erleben. Schmetterbälle, riesige Bogenlampen und Becker-Hechte entzückten die Zuschauer. Und dass der Spaß dennoch im Vordergrund stand, zeigte Bittersmann. Nicht immer war er zufrieden mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und so flog auch mal der Schläger, zur Unterhaltung der Beobachter. Neben dem Jugendwart zeigten in wechselnden Team-Besetzungen Gäste wie Sabine Tobiasch (Verantwortliche Breitensport TSA) und Bettina Krause (Geschäftsführerin TSA) sehenswerte Ballwechsel.

Der Landrat des Salzlandkreises Markus Bauer, der Oberbürgermeister der Stadt Schönebeck Bert Knoblauch und Stefan König von der Stiftung der Salzlandsparkasse zeigten sich ebenfalls von dem Entstandenen angetan. Sie wünschten dem Verein Spaß, Erfolg und stets gesunden Sportsgeist für die Menschen der Stadt und darüber hinaus ein Stück weit Strahlkraft für die Region. Für den Oberbürgermeister war es danach bestimmt nicht einfach, sich im feinen Zwirn im Beachtennis zu probieren.

Training für den Nachwuchs

Kemkes gab auf der Beachtennisanlage in kleinen Trainingseinheiten Tipps und Tricks. Der Nachwuchs zeigte im Zuspiel und Aufschlag sein Können, Interessierte nahmen am „Schnuppertennis“ teil und für Förderer und Sponsoren fand ein kleines „Ball-Magier-Turnier“ statt. Und die Jüngsten fanden auf der Hüpfburg und dem „Bambini-Tennis-Feld“ Spaß und Abwechslung. Daneben gab es für Groß und Klein eine Tombola. Hier winkten den Gewinnern attraktive Preise wie Reisegutscheine oder Laufshirts.

Nicht unerwähnt darf die kulinarische Seite dieses Tages bleiben. Neben einem grandiosen Kuchenbuffet wartete zur Mittagszeit ein warmes Buffet auf zahlreiche Abnehmer. Mit dem Angebot haben vor allem die Mütter der Kinder und Jugendlichen einen neuen Meilenstein in Sachen Versorgung gelegt. Mit derartiger Stärkung konnte das freie Spiel auf allen Schauplätzen bis in den Nachmittag ausgetragen werden und bei Kaffee und Kuchen das ein oder andere Fachgespräch in der Sonne genossen werden.

Die neue, in Sachsen-Anhalt bisher einmalige Beachtennisanlage, bietet zum einen eine willkommene Abwechslung zum bisherigen Trainingsbetrieb und kann zum anderen mit wenigen Handgriffen für Beachvolleyball oder Beachsoccer umgerüstet werden. Damit bieten sich auch interessante Perspektiven für etwaige Kooperationen. Die Vereinsmitglieder können sich auf viel Spaß und Abwechslung auf der neuen Beachtennisanlage, die sich auch deutschlandweit vorzeigen lässt, freuen.