Magdeburg/Schönebeck (vs) l Neue Entwicklungen in der pandemiegeplagten Tenniswelt führen zur abschließenden Entscheidung des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt (TSA), die gerade begonnene Winterrunde für die laufende Saison abzusagen. Auf Verlautbarung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) hin, die Ranglisten- und LK-Wertung für Turniere mindestens bis 3. Januar 2021 auszusetzen und dieses auf Punktspiele auszuweiten, wird der Winterrunde des TSA die Grundlage entzogen. Der DTB begründet seine nachvollziehbare Entscheidung mit der pandemiebedingten Notwendigkeit, eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden und Turnierreisen einzudämmen. Immerhin ist die Möglichkeit, Tennis spielen zu dürfen, in Deutschland aktuell sehr uneinheitlich. Die Entscheidung ist daher nur konsequent und trägt dazu bei, das Infektionsrisiko einzudämmen.

Weitere Hallenschließungen möglich

Ein weiterer maßgeblicher Punkt für die Absage der Winterrunde in der aktuellen Situation ist die kürzlich erfolgte Ankündigung der Bundes- und verschiedener Landesregierungen, die Corona-Schutzmaßnahmen kurzfristig weiter zu verstärken, um dem steigenden Infektionsgeschehen Einhalt zu bieten. Somit besteht ein reales Risiko der Hallenschließung auch in Sachsen-Anhalt. Ein Ausfall weiterer Tennishallenzeiten würde dazu führen, dass die geplanten Spiele in dieser Wintersaison nicht mehr durchgeführt werden können.

Die zahlreichen Rückziehungen von Mannschaften in den letzten Tagen zeigen, dass Spielerinnen und Spieler unter den geänderten Rahmenbedingungen, insbesondere den Einschränkungen hinsichtlich der Anreise und Durchführung, zur Verringerung des Ansteckungsrisikos nicht an der Durchführung der Wettkämpfe festhalten wollen. Dies bestärkt den TSA in seiner Entscheidung, so dass sämtliche angesetzte Winterrundenspiele in den Tennishallen Sachsen-Anhalts ab sofort ersatzlos gestrichen werden. Die Regularien der Winterrunde werden ab sofort wie folgt angepasst:

• Es finden keine weiteren Winterrundenspiele in der aktuellen Saison statt.

• Die Mannschaftsmeldegebühren werden vollständig zurückerstattet.

• Ordnungsgelder werden nicht verhängt, auch nicht für zurückliegende Spiele. Eventuell schon verhängte Ordnungsgelder werden ebenfalls zurückerstattet.

• Die Hallenkosten für schon gespielte Spiele (31.10./01.11., 05.12./06.12.) werden den betreffenden Mannschaften in Rechnung gestellt und sind von diesen zu übernehmen.

• Spieler*innen, die noch nicht aktiv an den Punktspielen dieser Winterrunde teilgenommen haben, bekommen keinen Motivationsaufschlag. Bisher erzielte Ergebnisse werden LK-relevant gewertet.

• Die Gruppeneinteilung hat für die nächste Winterrunde 2021/2022 Bestand, es gibt somit weder Auf- noch Absteiger.

„Der TSA hat in einem dynamischen Abstimmungs- und Abwägungsprozess versucht, zwischen den sich ständig ändernden Möglichkeiten und Beschränkungen einen gangbaren Weg zur Durchführung der Winterrunde zu finden. Mit den zuletzt eingetretenen Entwicklungen überwiegen jedoch die Hindernisse. Der Schritt der Absage wird daher unter Berücksichtigung aller Umstände als der sinnvollste erachtet. Wir bitten hierfür, insbesondere auch bei den Spieler*innen, die sich weiterhin für eine Weiterführung ausgesprochen hätten, um Verständnis“, heißt in der Pressemitteilung des Verbandes. Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens und der hierdurch bestehenden tatsächlichen Möglichkeiten ist der TSA bemüht, alternative Angebote für Tennisspieler*innen zur Verfügung zu stellen.

Bei Fragen zur Rückabwicklung der Winterrunde 2020/2021 steht die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.