Schönebeck l Topspieler Andreas Gärtner (Union Schönebeck) musste verletzungsbedingt passen, ließ es sich aber nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Familie für die Verpflegung der Spieler und Gäste zu sorgen. 28 Aktive in 14 Teams nahmen die Spiele um die Wanderpokale und die begehrten Preise auf. Gespielt wurde im verkürzten Zweier-Mannschaftssystem in zwei Gruppen mit je vier Teams und zwei weiteren Gruppen mit drei Mannschaften sowie anschließender K.-o.-Finalrunde, wofür sich die beiden Gruppenersten qualifizierten. Außerdem wurde eine Trostrunde für die unterlegenen Teams, ebenfalls im K.-o.-System, ausgetragen.

Die leistungsstärkeren Akteure mussten zudem den etwas schwächeren Spielern Punktvorgaben gewähren. Anders als in den vergangenen Jahren wurden nur wenige befreundete Akteure, zumeist ehemalige Schönebecker Tischtennisspieler, eingeladen. Unter ihnen war der langjährige Verbandsliga-Akteur Michael Kollatsch (heute TTC Post Brandenburg), der gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Sebastian Fischer anreiste, sowie der über lange Jahre in Schönebeck aktive Heiko Müller (TuS Haldensleben), der seinen Doppelpartner bei den Deutschen Meisterschaften der Behinderten in der Seniorenklasse Gerd Freiling (1. TTV Richtsberg) mitbrachte.

Kleine Überraschungen

Mit der Paarung Kollatsch/Sieburg setzte sich schließlich die favorisierte Paarung souverän durch, wobei lediglich Sieburg eine Einzel-Niederlage hinnehmen musste.

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In den Gruppenspielen setzten sich zumeist die favorisierten Mannschaften durch. Dennoch gab es auch kleinere Überraschungen. In der stark besetzten Gruppe A sicherte sich die Paarung Heiko Müller/Guido Bromann (TuS Haldensleben/Union Schönebeck) nach drei Erfolgen den Gruppensieg vor der leicht favorisierten Kombination Christian Gerlach/Frenk Boike (Union Schönebeck). Trotz guter Leistungen musste die Vater-Sohn-Kombination Matthias und Felix Braumann nach zwei knappen Niederlagen gegen die Erstplatzierten mit dem dritten Platz vor dem Nachwuchsduo Marius Bromann/Pascal Tietze (alle Union 1861) vorlieb nehmen.

Durch einen 2:1-Sieg gegen Martin Unglaub/Britta Langhans (Union Schönebeck) errangen Sebastian Fischer und Alexander Braumann (TTC Post Brandenburg/Union Schönebeck) den Sieg in Gruppe B. Gerd Freiling und Herbert Braumann unterlagen beiden Paarungen und erreichten lediglich die Trostrunde.

Ausgeglichen ging es in Gruppe C zu. Trotz einer Niederlage gegen Felix Bromann/Jon Dallas Riedel (VfB Ottersleben) zogen Andy Kohl und Regina Kretschmar (Union Schönebeck) als Gruppensieger wie auch ihre Kontrahenten mit der gleichen Punktausbeute in die Finalrunde ein. Die Kombination Michael Kempf/Stephan Bader sowie das Brüderpaar Thomas und Stephan Beutler gestalteten lediglich eine Partie siegreich und mussten sich mit den Plätzen drei und vier begnügen.

In Gruppe D marschierten die punktbesten Akteure aller Starter Kollatsch und Sieburg nach zwei glatten Siegen souverän durch die Gruppenphase. Mit einem 2:1-Sieg über Karsten Winkler/Willy Schütte zogen zudem Ingo Sambill und der erst achtjährige Elias Kühne (beide Union) in die Finalrunde ein.

In der Trostrunde erreichten die Gebrüder Beutler nach einem 2:0 gegen Freiling/H. Braumann sowie M. Bromann und P. Tietze durch einen 2:1-Sieg über Winkler/Schütte das Halbfinale. Dort besiegten Thomas und Stephan Beutler nach einem packenden Fight Vater und Sohn Braumann knapp mit 2:1 und zogen wie die Kombination Kempf/Bader, die sich gegen M. Bromann/Tietze mit 2:0 behaupteten, in das Finale ein. Nach einem 3:1-Sieg von Thomas Beutler über Michael Kempf zog sich Stephan Beutler im Spiel gegen Stephan Bader eine Rückenverletzung zu und musste aufgeben. Damit ging auch das entscheidende Doppel kampflos an Kempf/Bader, die somit als Sieger der Trostrunde gekürt wurden.

Im Viertelfinale der Finalrunde mussten Kollatsch/Sieburg ihren ersten Spielverlust hinnehmen. Doch Kollatsch (3:0 gegen Gerlach) sowie das abschließende Doppel (3:1 für Kollatsch/Sieburg) korrigierten das Ergebnis. Auch Felix Bromann und Jon Dallas Riedel mussten gegen Unglaub/Langhans das Doppel in Anspruch nehmen, bevor sie als Sieger feststanden. Fischer/A. Braumann und Müller/G. Bromann erreichten nach 2:0-Siegen über Kohl/Kretschmar sowie Sambill/Kühne die Runde der letzten Vier, wobei der junge Elias dem Routinier Guido Bromann bei seiner 2:3-Niederlage einen großen Kampf bot.

Im Halbfinale hatten Kollatsch/Sieburg bei ihrem Sieg gegen Fischer/A. Braumann wenig Mühe (2:0). Auch Müller/G. Bromann siegten mit dem gleichen Resultat über Unglaub/Langhans. Im Finale bezwang der überragende Kollatsch seinen Kontrahenten Heiko Müller glatt in drei Durchgängen. Deutlich mehr Widerstand hatte dagegen Sieburg zu brechen. Erst nach fünf umkämpften Sätzen musste sich Bromann knapp geschlagen geben. Damit bleibt der Pokal in „Unioner Händen“.