Schönebeck l Vor einem Mammutprogramm stand in Reihen der Volleyballerinnen des SV Pädagogik Schönebeck vor allem Elisabeth Schallehn. Die 14-Jährige war am Sonnabend für die U 16 des SVP aktiv und feierte am Sonntag ihren Einstand in der Landesoberliga. „Gut 50 Prozent des Teams waren Jugendspielerinnen“, erklärte SVP-Coach Dirk Schambier. Denn neben Schallehn feierten Amy Eilert (15), Leonie Lohse (15) und Sarah Soldin (16) ihre Premiere. „Alle Spielerinnen haben das richtig gut gemacht. Es war das beste Ergebnis, welches ich persönlich erwartet habe“, sagte Schambier trotz der beiden 0:3-Pleiten gegen zwei der stärksten Teams der Liga.

Fehlendes Glück

Chancenlos waren die Schönebeckerinnen in beiden Partien nicht, doch die Nervosität spielte immer wieder eine Rolle. Auch das nötige Glück war in beiden Partien nicht unbedingt auf Seiten des SVP.

SV Pädagogik Schönebeck - Magdeburger SV 90 0:3 (14:25 17:25 22:25). In der Auftaktpartie brauchte die Mannschaft aus der Elbestadt eine gewisse Zeit, um die richtigen Abläufe zu finden. Nach einem 14:25 in Satz eins steigerten sich die Schönebeckerinnen und gestalteten den zweiten Satz knapper (17:25). Beide Teams zeigten dabei einige gute Ballwechsel. „Das Potential der Mannschaft ist deutlich zu erkennen“, sagte Schambier. Richtig Spannung kam dann im dritten Satz auf. Immer wieder war der SVP kurz davor, das Heft in die Hand zu nehmen. „Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir etwas Zählbares mitnehmen können.“ Am Ende setzte sich allerdings die Erfahrung der Gäste durch.

SV Pädagogik Schönebeck - MTV Wittenberg 0:3 (18:25 23:25 15:25). Nach einer kurzen Verschnaufpause sowie einigen taktischen Erklärungen von Coach Schambier stand für die jungen Mannschaft sofort das zweite Spiel an. Diesmal stand der MTV Wittenberg auf der anderen Seite. Gegen die Gäste war zudem noch eine Rechnung offen. Nach Niederlagen im Vorjahr (0:3, 1:3) sollte nun die Revanche folgen. Aus diesem Plan wurde allerdings nichts. Dennoch waren die Schönebeckerinnen vor allem in den ersten beiden Sätzen nicht chancenlos und zeigten immer wieder für einen kurzen Moment ihr Können. Für etwas Zählbares reichte es abermals nicht. Der dritte Satz ging dann recht deutlich zu Gunsten der Gäste aus, brachte Schambier allerdings weitere Erkenntnisse: „Wir haben ein hohes Tempo gespielt und die Spielerinnen haben um jeden Ball gekämpft. Der Spielweise mussten wir am Ende Tribut zollen. Konditionell haben wir noch Defizite, aber uns bleiben genug Möglichkeiten, daran zu arbeiten.“ Am kommenden Sonntag zum Beispiel, dann sind die Elbestädterinnen beim PSV Halle gefordert. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe und rechne mir einen Punkt aus“, blickt Coach Schambier optimistisch voraus.