Ein Anfang ist getan. Nach zwei Dritteln der Landesliga-Saison klingt das eigentlich verwunderlich. Doch im Fall der Fußballer des SV 09 Staßfurt trifft es zu. Vor dem Heimspiel gegen den FSV Barleben, morgen um 15 Uhr, stehen die Uhren quasi wieder auf Null.

Staßfurt/Barleben l Zum einen befindet sich der Ligabetrieb aufgrund der vielen Ausfälle gerade erst am Ende des zweiten Drittels, obwohl schon Mitte April ist. Zum anderen war der 3:0-Erfolg der Bodestädter in der Vorwoche beim Schönebecker SV nicht nur der erste Dreier seit Ende November, sondern der Auftakt zu zehn weiteren "Endspielen".

"Sehr gefreut", hat sich SV 09-Trainer Axel Quednow für die Mannschaft, die sich endlich einmal für ihren Aufwand auch in Form von etwas Zählbarem belohnte. Den Boden unter den Füßen verliert man aber in der Bodestadt nun nicht. Dazu gibt es auch kaum Gründe. "Wir haben noch nichts erreicht, sind noch nicht im Hafen", so Quednow.

Wie weit vor der Küste seines Zielortes sich der FSV befindet, ist schwer zu beurteilen. "Nach drei Unentschieden in den letzten Spielen gilt es, endlich mal wieder einen vollen Erfolg einzufahren. Unser Saisonziel, unter den ersten fünf Mannschaften einzutreffen, gilt noch immer", so Vorstandsmitglied Andreas Ibe. Dagegen spricht die Verletztenliste der Barleber, die weiter angewachsen ist.

Die Personallage beim SV 09 gestaltet sich besser. Mit den Neuzugängen im Winter kann es den ein oder anderen Ausfall auffangen. Vor allem gibt es kein Neid im Team. "Alle stehen zusammen. Jeder Einzelne, egal ob er gespielt hat oder draußen saß, hat sich über den Sieg gefreut", so Quednow. Der Teamgeist sei in Takt. Ohne kann man im Abstiegskampf auch schlecht bestehen.

Gegen Barleben will der SV 09 nun nachlegen. Das geht nur "mit der gleichen Einstellung und Bereitschaft wie gegen den SSV", beschreibt der Coach die grundlegenden Bedingungen. "Obwohl es schwer wird, bin ich überzeugt, dass wir gegen den FSV etwas Zähbares mitnehmen können."

Ob sein Team dabei in der Lage sei, das Spiel zu bestimmen, konnte Quednow nicht mit Sicherheit beantworten. Auf jeden Fall "wollen wir nicht reagieren, sondern agieren". Ein Szenario wie im Hinspiel, als der SV 09 die ersten halbe Stunde "komplett verpennte", soll sich nicht wiederholen. Um das zu verhindern, stehen die Uhren wieder auf Null.

Es fehlen: Tobias Mensching (Beruf), Sven Limpächer (Gelbsperre) - Thomas Hagedorn, Kevin Schulze, Sebastian Chlasta, Christian Uffrecht (alle langzeitverletzt); SR: Tobias Menzel (Magdeburg), Steffen Look, w.b.; Hinspiel: 1:5