Handball ist ein Mannschaftsport. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann sich der Erfolg einstellen. Das taten am Sonnabend die Spieler von HV Staßfurt II beim 34:28 (19:13)-Sieg über Germania Borne, womit Trainer Uwe Illig sich sehr zufrieden zeigte.

Staßfurt l "Wir spielen immer auch gegen die Schiedsrichter", erzählte Uwe Illig. Er meinte damit jedes Spiel, nicht nur das vom Sonnabend gegen Aufsteiger Borne, die der Trainer vor der Partie "leicht favorisiert" hatte.

Die leitenden Unparteiischen charakterisierte Illig dieses Mal folgendermaßen: "Sie haben zwar sehr kleinlich gepfiffen, aber korrekt und ohne große Schnitzer." Gleich die allererste Aktion spiegelte die Art und Weise der Regelauslegung wider. Staßfurt hatte Anwurf und führte den erste Angriff aus. Steffen Halfpap zog am Trikot seines Gegenspielers - Gelb. Jörg Friedrich setzte ein sehr resolutes Zeichen - Gelb. Ein dritter Borner Spieler unterband den Angriffsversuch - Gelb. "Meine Mannschaft hat sich darauf eingestellt, der Gegner nicht", beurteilte Illig die Situation. Für ihn war weiter ausschlaggebend, dass das mannschaftlich geschlossenere Team gewonnen hat, welches und da war sich der Trainer ganz sicher, seine Mannschaft war. "Man hat gemerkt, dass die Spieler wollten und sich was vorgenommen hatten."

Für fast für jeden Spieler hatte Illig lobende Worte und erkannte Fortschritte gegenüber anderen Partien. So hat zum Beisspiel Martin Berger auf rechts außen "wie entfesselt gespielt." Berger verwandelte vier von vier Würfen - Quote 100 Prozent. Auch Florian Panzer machte auf Rückraum Mitte das, was der Trainer von ihm verlangte. Mit einem Sprungwurf über den Gegenspieler hinweg traf er zweimal ins Tor. "Das hat mich gefreut", so Illig.

Das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern und die mannschaftliche Geschlossenheit waren also die beiden ausschlaggebenden Faktoren. Da missfiel dem Übungsleiter die Aktion von Martin Dittmar, der einen Siebenmeter etwas überheblich hinter dem Rücken werfend verwandeln wollte. Die Vorgeschichte dazu war folgende: Dittmar musste nach einem Schlag von Steffen Halfpap mit blauem Auge fast das gesamte Spiel zuschauen, wollte aber unbedingt noch einmal spielen. Diesem Vorhaben schob der Trainer aber einen Riegel vor. Also bat Dittmar, wenigstens noch zu den Siebenmetern antreten zu dürfen, worauf Illig zustimmte. "Hätte ich gewusst, was der Bursche vorhat, hätte ich ihn nicht werfen lassen." Dittmar vergab, aber das war nicht mehr ausschlaggebend in einem Spiel, welchem vor allem Staßfurts Torwart Jan Rösler seinen Stempel aufdrückte. Laut des Trainers Mitschriften hielt er 24 Bälle und ließ 24 durch - eine Quote von 50 Prozent. "Er hat ganz klar den Unterschied ausgemacht", lobte Illig auch diesen Spieler.