Staßfurt l Der eine Punkt, den das 4:4 (3202:3163)-Unentschieden letztlich einbrachte, könnte sich am Ende als zu wenig herausstellen, um auch nach dem letzten Spieltag weiter in der Landesliga der Classic-Kegler vertreten zu sein. „Wir nehmen den Punkt natürlich mit, sind jetzt aber in den verbliebenen zwei Partien endgültig zum Siegen verdammt“, hielt auch Staßfurts Mannschaftsleiter Frank Beucke fest.

Dabei verlief der Auftakt sehr vielversprechend für die Gastgeber. Detlef Uhde zeigte gegen Martin Huckauf mit 568 Holz einmal mehr eine sehr ansprechende und souveräne Leistung, die den Bodestädtern drei Satzpunkte (SP) und den ersten Mannschaftspunkt (MP) einbrachte. Parallel startete auch Dietmar Glandt ordentlich und führte nach den ersten beiden Bahnen mit 1,5:0,5 Satzpunkten. „Anschließend hat er aber ein wenig den Faden verloren“, musste Beucke feststellen. Die dritte und vierte Bahn gingen recht deutlich an Glandts Gegenüber Sören Schulze, wodurch dieser mit 2,5:1,5 SP doch noch das bessere Ende für sich hatte. „Dietmar hadert in letzter Zeit sehr mit sich, weil er weiß, dass er es besser kann, aber diesmal sollte es nicht sein“, so Beucke, der anschließend selbst die Bahn betrat.

Im Duell der beiden Manschaftskapitäne musste er sich Thomas Zander mit 1:3 SP geschlagen geben. Erst auf der letzten Bahn konnte er einen Satzpunkt einfahren, doch da war das Duell bereits entschieden. Philipp Bohne hatte parallel den erneuten Staßfurter Ausgleich in der Hand, doch zehn Holz machten letztlich den Unterschied zu Gunsten der Gäste aus, die somit vor dem Schlusspaar mit 3:1 Mannschaftspunkten in Front lagen.

Das Schlusspaar musste also entscheiden. Von einer Niederlage, über eine Punkteteilung bis hin zum Heimsieg für die Staßfurter war noch alles möglich – und die ersten Bahnen versprachen ein Happy End für die Gastgeber. „André hat mal wieder eine klasse Leistung gezeigt“, lobte Frank Beucke seinen Sohn, der auf den ersten beiden Bahnen gegen Bernd Löhnert nicht nur zwei SP, sondern auch 40 Holz Vorsprung herausholte. Parallel gestaltete Jens Weidemann den Auftakt gegen Udo Wrubel ausgeglichen (1:1 SP).

Auch bei Klassenerhalt vor ungewisser Zukunft

Doch während André Beucke auf der dritten Bahn den zweiten Staßfurter MP perfekt machte, endete das Duell zwischen Weidemann und Wrubel remis. Letzterer hatte jedoch 20 Holz mehr geräumt, was das 2:4 in den MP bedeutete. Die Kegelpunkte gingen mit einem knappen Vorsprung von 39 Holz an die Gastgeber. „Spätestens jetzt sind wir zum Siegen verdammt, hielt Frank Beucke fest. Doch selbst wenn der Klassenerhalt sportlich gelingen sollte, ist die Zukunft der Staßfurter Kegler offen. „Wir müssen immer noch einen Gastronom für die Kegelhalle finden, sonst geht es im nächsten Jahr nicht weiter“, so Beucke, der bis Ende März eine Entscheidung erwartet.