Staßfurt l Um möglichst viele Vereine zu erreichen, bot der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) die Teilnahme am Turnier ohne Startgebühr an. Der Wettkampf sollte „ein Ersatz für die spielfreie Zeit neben dem Fußballplatz darstellen“, wie der Landesverband vor dem Auftakt mitteilte. Und dieser wurde von den Sportlern im Land gerne und dankend angenommen. 96 Starter hatten sich für das Turnier an der Playstation angemeldet. Immerhin 13 weitere für den Wettstreit an der Xbox. Letztere traten separat gegeneinander an.

An der Playstation waren dabei mit Philipp Beier, Tom Krüger und Amon van Linthout auch drei Spieler des SV 09 Staßfurt dabei. Für die drei ging es nicht nur darum, die „freie Zeit zu überbrücken“, wie van Linthout festhielt. „Wir wollten mit unserer Teilnahme auch Staßfurt und den Verein promoten.“ Das gelang vor allem dem 17-Jährigen, der schon über den Jahreswechsel beim PlaySoccer-Cup glänzen konnte, hervorragend. Während Beier und Krüger bereits in der ersten Runde die Segel streichen mussten, nutzte van Linthout die ersten Partien hauptsächlich, um sich „einzuspielen. Es war ein anderer Modus als sonst, an den ich mich gewöhnen musste“.

Das gelang ihm in den ersten Partien in glänzender Manier. Seinen Gegnern ließ er zumeist keine Chance und kämpfte sich so souverän Runde für Runde weiter. Doch die Gegner wurden immer besser. „Ab dem Halbfinale hat man schon deutlich gemerkt, dass die Gegner jetzt auf einem sehr hohen Niveau waren“, erinnert sich der junge Torjäger der Bodestädter, der sich vor Turnierbeginn durchaus den Gesamtsieg zugetraut hatte.

Halbfinalerfolg stößt Tor zum Pokalsieg auf

Insbesondere der Sieg im Semifinale machte ihm dabei Hoffnung, das hinter vorgehaltener Hand gesetzte Ziel zu erreichen. „Mein Gegner im Halbfinale war sehr stark“, musste van Linthout anerkennen.

Umso größer war seine Freude, als es dennoch zu einem knappen Erfolg reichte. Das Tor zum Pokalsieg schien nach diesem Erfolgserlebnis weit aufgestoßen. Im anschließenden Finale entwickelte sich erneut ein spannendes Duell, diesmal gegen Lucas Witschel vom Staßfurter Landesliga-Konkurrenten SSV Havelwinkel Warnau. Lange begegneten sich beide Spieler auf Augenhöhe. Nach 80 Minuten stand es 2:3 aus Sicht des Staßfurters.

„Bei diesem Zwischenstand so kurz vor dem Ende musste ich dann aufmachen und alles probieren, um ein Tor zu erzielen. Das ist an der Konsole nicht anders als beim ,echten‘ Fußball auf dem Platz“, beschreibt van Linthout die spannende Schlussphase.

Ähnlich wie oftmals auf dem grünen Rasen, bestrafte sein Gegner die nötig gewordene, offensive Spielweise jedoch gnadenlos und erhöhte auf den 2:5-Endstand. Während der Altmärker sich somit für den e-Pokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) qualifiziert hatte, stand van Linthout am Ende mit leeren Händen da. „Der Ausgang war natürlich sehr ärgerlich. Ich hatte meinen Halbfinalgegner etwas stärker eingeschätzt und war nach dem Sieg guter Dinge, dass es auch im Finale klappt“, konstatierte der Staßfurter anschließend enttäuscht.

Ebenfalls beim Turnier vertreten war Salzlandliga-Dino Egelner SV Germania. Steffen Zwinkmann trat für den ESV an der Xbox an und erreichte dabei das Halbfinale. In diesem musste er sich dem späteren Landesmeister vom SV Blau-Weiß Dölau knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Inoffizieller Titel geht an den Egelner SV Ge

Der „großen Enttäuschung über das verpasste Finale“, wie der Verein auf Facebook schrieb, machte die Social-Media-Abteilung der Egelner jedoch schnell ein Ende. Einmal mehr vergab sie einen inoffiziellen Titel und so wurde Zwinkmann kurzerhand zum „Besten Xbox-Spieler des Salzlandkreises 2021“ gekürt.