Staßfurt l  Ein Umstand, der den Bodestädtern so gar nicht passt. Im Lager des SV 09 Staßfurt ist man sauer. Denn spielen wollten die Landesliga-Kicker am  Sonnabend um 15 Uhr eigentlich nicht. Aufgrund diverser Einschulungsfeierlichkeiten ist das Team personell arg geschwächt. Um diese Situation zu umgehen, versuchte man im Vorfeld alles Mögliche, wie Trainer Jens Liensdorf verärgert berichtet. „Zunächst haben wir ein Eröffnungsspiel beantragt. Dann hieß es, wir sollen uns einen Gegner suchen, der am ersten Spieltag gegen uns spielt und das mitmacht. Den hatten wir mit Heyrothsberge sogar gefunden. Vom Staffelleiter wurde das dann aber nicht berücksichtigt. Patrick Stockmann (Sportlicher Leiter/Anm. d. Red.) ist beim Staffeltag aus allen Wolken gefallen“, berichtet Liensdorf.

09er hätten auch morgens 9 Uhr gespielt

Im weiteren Verlauf wurde dem SV 09, so schildert es Liensdorf, mitgeteilt, dass man sich mit dem gegnerischen Verein einigen müsste, um das Spiel zu verlegen. Das versuchte man mit den Warnauern. „Da sind wir leider gegen eine Wand gelaufen“, sagt Liensdorf und ergänzt: „Wir hätten auch morgens 9 Uhr in Warnau gespielt, aber es war nichts zu machen“.

Und deshalb müssen die 09er morgen Nachmittag ran, auch wenn „nur die halbe Truppe da ist“, wie Liensdorf süffisant anmerkt. Toni Härtge, Chris Horstmann, Matthias Lieder und Matthias Härtl werden nicht dabei sein. Justin Krause wird höchstwahrscheinlich erst im Laufe des Spiels zur Mannschaft stoßen. „Der Gegner sieht so eine Chance und die haben sie auch“, erklärt Liensdorf hörbar angefressen.

Die Flinte will der Staßfurter Coach dennoch nicht ins Korn werfen. „Grundsätzlich ist es positiv, dass wir mit einem Heimspiel starten können. Mit der Vorbereitung war ich insgesamt auch sehr zufrieden, auch wenn wir im Sparkassen-Cup-Finale gegen Kleinmühlingen verloren haben. In einem Elfmeterschießen kann das aber immer mal passieren. Gegen Warnau wäre ich mit einem Punkt schon sehr zufrieden“, formuliert Liensdorf eine vorsichtige Zielstellung für die verbliebenen Kicker.

Spannend wird indes sein, wer in der Staßfurter Startelf welche Position bekleiden wird. Vor allem im Angriff fehlen Liensdorf durch die Ausfälle Lieders und Härtls wichtige Säulen. Somit dürfte Neuzugang Marcel Pusch gesetzt sein. „Wen ich ihm zur Seite stelle, muss ich mir noch überlegen. Ich habe zwei Optionen im Hinterkopf“, sagt Liensdorf.

Die Option Spielverlegung ist indes vom Tisch: „Mit Fairplay hat das nichts zu tun“, echauffiert sich Staßfurts Trainer abermals.