Oschersleben/Atzendorf l Nicht, dass wir jemanden auf Ideen bringen wollen, aber ein Torjäger-Zuschlag wäre für die Partie am Sonnabend um 13.30 Uhr eigentlich fällig. Auf Seiten des gastgebenden Oscherslebener SC hat sich Benjamin Rode mit zehn Treffern in zehn Spielen auf Rang zwei der Schützenliste vorgearbeitet. Die ZLG Atzendorf stellt mit Sebastian Tolle, der in 13 Einsätzen 13-mal traf, sogar den ligaweit besten Goalgetter.

Doch zuletzt hatte Atzendorfs Stürmer mit Ladehemmungen zu kämpfen, blieb zweimal torlos, darunter auch im Heimspiel gegen Osterwieck, das den Erfolgslauf der ZLG bremste (1:4). „Wir können es nicht immer an ihm festmachen. Mittlerweile stellen sich die Gegner mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg auf Sebastian ein. Und dass er nicht nur ‚Sahnetage‘ erwischt, ist doch auch klar“, erklärt Trainer Heinz Weile.

Der Platz neben jenem Mann, der sich für die Hälfte der Atzendorfer Saisontreffer verantwortlich zeigt, will also auch gegen Oschersleben gefüllt werden. Die Zentrale Landsportgemeinschaft hat aus der Vorwoche noch etwas gut zu machen. „Gegen Osterwieck ist vieles zusammen gekommen. Da waren die Unkonzentriertheiten; der Biss und Fokus haben gefehlt.“ Verständlich, dass es am Sonnabend anders laufen soll, zumal die zuvor schmerzlich vermissten Philipp Voigtländer und Karel Tupy zurückkehren werden. Dennoch warnt Weile: „Es wird sehr schwer, etwas mitzunehmen. Nicht, dass wir chancenlos wären, aber es muss eben mehr zusammenpassen als zuletzt.“ Auch, aber nicht nur bei Torjäger Tolle.

Es fehlen: Martin Rothämel, Philipp Jekal, Robert Frensch, Steffen Wegener (alle langzeitverletzt) – Sascha Eisenträger (verletzt); SR: Daniel Papenhagen (Magdeburg); Saison 2016/17: 1:4, 1:1