Staßfurt l Zunächst übernahm Axel Quednow den Posten als Interimslösung. Diese ist nun beendet. Patrick Stockmann ist neuer Cheftrainer bei den 09ern. Damit haben sich die Vereinsverantwortlichen um Präsident Christian Krüger nun doch für eine interne Lösung der Trainerfrage entschieden. Eigentlich war ein neuer Mann von außerhalb des Clubs favorisiert worden. „Wir haben uns natürlich auf dem Trainermarkt umgehört und nach einer externen Lösung gesucht, letztendlich aber keinen passenden gefunden“, berichtet Krüger.

Folgerichtig wurde auch vereinsintern gesucht und nun die Lösung Patrick Stockmann präsentiert. „Er hat inzwischen die notwendige Lizenz und war auch deshalb eine naheliegende Option“, sagt Krüger und bestätigte auch, dass Stockmann auch in seiner Funktion als sportlicher Leiter erhalten bleibt. „Es ist praktisch wie in England, wo die Trainer in einer Art Manager-Funktion arbeiten“, zieht Krüger einen Vergleich zur derzeit wohl stärksten Fußball-Liga weltweit.

Trainer in Doppelfunktion

Damit Stockmanns Doppelfunktion nicht zu einer riesigen Belastung führt, wird auch Krüger selbst mit eingreifen. „Ich werde ihm beim ganzen Drumherum das ein oder andere abnehmen“, erklärt der Präsident. Bei der Arbeit mit der Mannschaft bekommt Stockmann indes Unterstützung von Co-Trainer Heiko Dannat und Torwart-Trainer Thomas Stümpel. Der Kader bleibt indes unverändert, „zumindest nach jetzigem Stand“, wie Christian Krüger auf Nachfrage bestätigte. Damit soll jetzt wieder ein bisschen mehr Ruhe einkehren, denn die vergangenen Wochen waren alles andere als Einfach für den SV 09. Neben ausbleibenden Ergebnissen, der Trainerentlassung sowie der anschließenden Trainersuche traf der Tod von Ex-Präsident und Sponsor Ralf Möller den Club kurz vor Weihnachten bis ins Mark. „Es ist ganz schlimm, dass er uns so früh verlassen hat. Wie es ohne ihn weitergeht, muss die Zukunft zeigen. Das ist aber vorerst nebensächlich. Erstmal wünschen wir der Familie die nötige Kraft in dieser schweren Zeit“, so Krüger. Sportlich will der Präsident indes erstmal „schauen, wo die Reise hingeht.“