Salzlandkreis l Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich das gesamte Land auf weitere Maßnahmen geeinigt. Freizeit-aktivitäten und Restaurantbesuche sind tabu. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Sport. Im Vorfeld der verschärften Maßnahmen wurde der Spielbetrieb vom Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) bis zum 19. April eingestellt. Doch wie soll es weitergehen? Das Portal FuPa fand mit Hilfe einer Umfrage heraus, was die Menschen für richtig halten.

Die Mehrheit ist für einen Anfang bei Null. Mit über 550 Stimmen und einem Anteil von circa 35 Prozent sprachen sich die User für eine Annullierung der Saison 2019/20 aus. Dies hätte zur Folge, dass die neue Spielzeit ohne Auf- und Absteiger gespielt werden würde. Knapp 27 Prozent sprachen sich indes dafür aus, die laufende Spielzeit schnellstmöglich wieder aufzunehmen und zu Ende zu spielen, wenngleich das eine Verkürzung der Sommerpause mit sich ziehen würde. Allerdings sei hierbei erwähnt, dass bei diesem Szenario stets die Anweisungen des Landes beziehungsweise der Kommunen zu beachten sind und der FSA keine freie Handhabe hat. Eine Fortsetzung scheint derzeit jedoch fraglich. Nahezu gleichauf sind die Stimmen, die einen Abbruch der Saison mit Wertung der aktuellen Tabellen (für Auf- und Absteiger) und die, die einen Start in die neue Saison nur mit Aufsteigern und ohne Absteiger, folglich mit vergrößerten Ligen vorsehen. Das Szenario, dass Relegationen über Auf- und Abstiege entscheiden, fand beim Voting mit lediglich 7,7 Prozent am wenigsten Anklang.

„Allen recht machen kann man es ohnehin nicht“, meinte auch Patrick Stockmann, Trainer bei Landesligist SV 09 Staßfurt. Auch er selbst hat bei der Umfrage mitgemacht, gab aber zu, dass es keine leichte Entscheidung war. „Ich hätte fünfmal mitmachen können und hätte wahrscheinlich fünf verschiedene Antworten gegeben. Zum einen wäre eine Annullierung sehr unglücklich für die Mannschaften, die zur Zeit oben stehen, auf der anderen Seite macht es auch keinen Sinn, die Saison zu Ende zu spielen. Wer glaubt, dass es nach dem 19. April weitergeht, hat den Ernst der Lage noch nicht ganz verstanden.“ Was sich der Übungsleiter jedoch wünscht, ist eine endgültige Entscheidung. „Es bringt nichts, die Aussetzung noch einmal zu verlängern. Wir brauchen als Verein auch Planungssicherheit, weshalb es nach dem 19. April ein finales Statement geben sollte.“

Entspannter blickt man einer eventuellen Entscheidung beim VfB Glöthe entgegen. Der sportliche Leiter Christoph Kühne ist mit seiner Mannschaft in der beruhigenden Lage, weder mit dem Abstieg noch dem Aufstieg etwas zu tun zu haben. „Wir nehmen deshalb die Entscheidung, wie sie kommt. Ich gehe aber davon aus, dass die Pause zunächst noch einmal verlängert wird.“ Fakt ist, dass es in den kommenden Wochen noch spannend werden wird.