Salzlandkreis (mjc/rke) l Diese Frage stellen sich Funktionäre und Fans in Sachsen-Anhalt derzeit ebenso wie Spieler und Fans. Das Amateur-Fußball-Portal Fupa hat vier mögliche Szenarien formuliert und dazu eine Abstimmung unter seinen Usern gestartet. Die meisten Teilnehmer wünschen sich einen rasche Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Vor wenigen Tagen hat das Amateur-Fußball-Portal FuPa die Fußball-Fans im Salzlandkreis sowie im ganzen Land auf seiner Plattform dazu aufgerufen, an einer Abstimmung teilzunehmen. Sachsen-Anhalts Fußball-Gemeinde sollte die Frage beantworten, wie es bei den Amateurkickern nach dem neuerlichen Lockdown weitergehen könnte. An sechs Tagen wurden insgesamt 2170 Stimmen abgegeben, die ein relativ klares Bild ergaben. Die Fans wünschen sich eine möglichst schnelle Fortsetzung des Spielbetriebs.

Vier Szenarien standen dabei zur Auswahl. Eines davon sieht einen Re-Start schon im Dezember vor. Sollte der „Lockdown light“ zum 1. Dezember beendet werden können, stünde einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes ab Sonnabend, dem 5. Dezember theoretisch nichts im Wege. Im Fupa-Voting sprach sich eine Mehrheit der User für diese Variante aus. 705 Stimmen, das entspricht 32,5 Prozent präferieren dieses Szenario. Frank Krella, Präsident des Kreisfachverbandes Fußball im Salzlandkreis, wäre diese Lösung ebenfalls recht. „Sobald das möglich ist, planen wir schon, ohne großen Vorlauf wieder zu starten. Ich denke, der Vorlauf muss im Amateurbereich auch nicht so groß sein. Mit ein, zwei Trainingseinheiten sollten die Mannschaften wieder spielen können“, so Krella. Bei einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs am 1. Dezember könnten Mannschaften dann beispielsweise am Dienstag und Donnerstag Übungseinheiten ansetzen um dann am Sonnabend oder Sonntag wieder Punktspiele zu bestreiten. „Eine Woche reicht aus unserer Sicht als Vorbereitungszeit im Amateurfußball auf Kreisebene aus. Die Pause war ja dann auch nur vier Wochen lang und auch sonst trainieren nicht immer alle Spieler regelmäßig“, untermauert Krella seine Argumentation. Kommt es so, könnten bis Weihnachten sogar noch drei Punktspielwochenenden ausgetragen werden. Wie realistisch dieser Plan ist, wird sich aber erst Ende des Monats verlässlich sagen lassen.

Kann im Dezember nicht gespielt werden, richten sich die Blicke gut vier Wochen weiter in die Zukunft, denn Szenario zwei sieht Punktspiele ab Anfang Januar vor. Diese Variante befürworteten im Voting immerhin 25 Prozent der Abstimmenden (542 Stimmen). Nach der Weihnachts- und Neujahrspause könnte der Ball dann ab 9. Januar 2021 wieder rollen. Klappt das, bestünde in allen Ligen die Möglichkeit, bis zum regulären Rückrundenstart Ende Februar etliche der inzwischen ausgefallenen Spiele nachzuholen. In diesem Fall würde sich auch die Chance darauf erhöhen, dass die Saison 2020/21 regulär beendet werden kann. Großes Risiko ist dabei aber natürlich die Witterung, die für eine Unbespielbarkeit der Plätze sorgen könnte. Die milden Winter der vergangenen Jahre machen aber Hoffnung auf einen Spielbetrieb.

Kommt auch dieses Szenario nicht zum Tragen, ist eine Saisonverlängerung unausweichlich. Kann weder im Dezember, noch im Januar/Feb-ruar gespielt werden, ist ein reguläres Ende der Saison bis zum 30. Juni 2021 unmöglich. Folgerichtig müssten die Spiele auch noch im Juli und August des nächsten Jahres ausgetragen werden. Die sportrechtlichen Voraussetzungen dafür hat der FSA bereits frühzeitig geschaffen. Für eine Saisonverlängerung sprachen sich in der Abstimmung übrigens 487 User aus (22,4 Prozent).

Eine weitere Option wäre, dass lediglich die Hinrunde gewertet wird. Dann müssten nach dem Re-Start nur noch wenige Partien ausgetragen werden, bis alle Teams ihre Hinrunden-Partien absolviert hätten. Entsprechend der dann vorliegenden Resultate könnte auch eine Auf- und Abstiegsregelung durchgesetzt werden.

Vereine mit ins Boot holen

Doch egal was in den nächsten Wochen passiert, Alleingänge von Verbandsseite soll es nicht geben. Aus FSA-Kreisen war bereits zu vernehmen, dass man auch die Vereine mit ins Boot holen möchte. Diese Vorgehensweise befürwortet auch KFV-Chef Frank Krella: „Die Meinungen der Vereine müssen gehört werden. Das werden auch wir im KFV so handhaben und auch die Informationen entsprechend an die Vereine weiterleiten.“

Lösungen für die Aufnahme des Spielbetriebs sind jedoch grundsätzlich abhängig von den übergeordneten Entscheidungsträgern und der Entwicklung der Corona-Fallzahlen.