Atzendorf l Es war eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen, welche die Atzendorfer hinlegten. Neben beeindruckenden Siegen gab es auch schmerzhafte Niederlagen und vor allem immer wieder personelle Rückschläge.

„Insgesamt kann man mit dem siebten Platz und dem erreichen des Pokalfinales schon zufrieden sein“, resümierte Trainer Heinz Weile. Der erfahrene Coach konnte im Saisonverlauf aber vor allem eins bei seiner Mannschaft immer wieder beobachten. Das ZLG-Team konnte sich auf den Punkt voll fokussieren. Das zeigten nicht nur die K.o-Spiele im Salzlandpokal, sondern vor allem auch die Lokalderbys gegen den SV Förderstedt. Diese wurden mit 1:0 und 3:1 gewonnen. „Die Motivation und der Siegeswille waren in den besonderen Spielen immer da“, so Weile.

Dabei waren die Atzendorfer teilweise schon arg gebeutelt. Mit Sebastian Tolle verließ vor der Saison ein Leistungsträger den Verein. Hinzu fehlten mit Tobias Sura, Robert Stange, Stefan Rock, Chris Güttel, Kay Faatz und Phillip Voigtländer immer wieder wichtige Spieler aus verschiedenen Gründen. „Das war schon eine besondere Situation, die es uns schwer gemacht hat und für reichlich Kopfzerbrechen gesorgt hat. Es war ja nie eine identische Aufstellung möglich“, erinnert sich Weile zurück.

Guter Start in Saison

Dennoch gelang der ZLG ein sehr ordentlicher Start in die Saison. In den ersten drei Spielen gab es zwar zwei Niederlagen, doch mit dem 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FSV Nienburg startete die Weile-Elf eine echte Erfolgsserie. Aus sechs Partien holte die ZLG 16 von 18 möglichen Punkten. Das spülte die Atzendorfer auch in der Tabelle ganz weit nach vorn. Rang zwei war es nach dem zehnten Spieltag. „Das war schon phänomenal“, freut sich Weile auch rückblickend noch über den Lauf seiner Mannschaft. Doch ganz große Träume zerplatzten für das Team schon vor Weihnachten. Der Grund waren unnötige Pleiten mit vielen Gegentoren gegen Felgeleben (3:5), Alsleben (2:6) sowie Baalberge (2:3).

In der folgenden Winterpause schafften es die Atzendorfer dann nicht, sich wieder zu sammeln – im Gegenteil: „Es gab eine ganze Reihe von Enttäuschungen. Wir konnten kein Vorbereitungsspiel machen und haben zum Rückrundenstart in den Heimspielen mächtig auf die Mütze bekommen“, sagt Weile. Doch der Abwärtstrend wurde im finalen Saisondrittel gestoppt. Von den letzten sieben Saisonspielen wurden fünf siegreich gestaltet. „Wenn alle gesund und da sind, können wir gegen alle Mannschaften mithalten. Man kann aber auch gegen Teams von unten verlieren. Das haben wir gemerkt“, lautete Weiles Fazit zum Abschluss der Saison.

Getragen wurde die ZLG in der Schlussphase vor allem von der Euphorie, die der Finaleinzug im Salzlandpokal mit sich brachte. Gute Leistungen boten die Atzendorfer dabei im Viertelfinale beim FSV Drohndorf-Mehringen (3:1) und in der Vorschlussrunde (2:1 n.V. bei Askania Bernburg II). Im Finale gegen Nienburg zog man im Elfmeterschießen den Kürzeren.