Staßfurt/Schönebeck l Vor über einem Jahr stand Axel Quednow bereits an der Linie, als der SV 09 Staßfurt auf Union Schönebeck traf. Im Sparkassen-Cup-Duell am 22. Juli 2018 assistierte Quednow dabei Jens Liensdorf als Coach der 09er. Wenn es am Sonnabend um 13 Uhr erneut zum Duell zwischen Schönebeck und Staßfurt, diesmal in der Fußball-Landesliga, kommt, wird Quednow die Mannschaft als Cheftrainer unterstützen. Nach der Freistellung von Liensdorf ist es der zweite offizielle Auftritt als Trainer.

SV 09 will Glück erarbeiten

In der Vorwoche pausierte die Landesliga. Zeit, um sich mit der Mannschaft weiter zu beschäftigen. „Ich habe mit einigen Spielern Gespräche geführt und mir das Bismark-Spiel erneut zu Gemüte geführt“, erklärt Quednow. Das Ergebnis ist für den Coach klar: „Wir müssen uns das Glück wieder erarbeiten. Und da haben wir im Training den Hebel angesetzt. Zudem müssen wir auf dem Platz wieder mehr kommunizieren. Fußball ist eben ein Mannschaftssport“, erläutert der Übungsleiter.

Denn der 47-Jährige hat klare Vorstellungen, wie seine Mannschaft in Zukunft wieder auftreten soll. „Da muss mehr Feuer und Galligkeit zu sehen sein.“ Und das soll gegen Union auch auf den Platz gebracht werden.

Für den Schönebecker Coach Thomas Sauer ist das nichts neues: „Axel Quednow wird ein paar Sachen anders machen. Jeder Spieler wird eine Schippe drauflegen“, erwartet der Union-Coach eine wiedererstarkte Mannschaft. Denn ähnlich erging es auch Sauer, als er die Schönebecker vor Saisonbeginn übernahm und ihnen neues Leben einhauchte.

Beim letzten Aufeinandertreffen im Sparkassen-Cup 2018 stand Sauer allerdings noch nicht an der Linie. Quednow schon. „Ein solch deutliches Ergebnis (0:4) erwarte ich nicht. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt arge Personalprobleme“, sagt der Trainer. Das ist diesmal nicht der Fall. Einzig Dustin Abresche (Gelb-Rot-Sperre) und Marko Janich (verletzt) werden fehlen.

Auf Seiten der Gäste sieht das schon etwas anders aus. Die Grippewelle hat auch vor den Schönebeckern nicht halt gemacht. Zudem ist der Einsatz von Marcus Bolze, Topstürmer und ehemaliger Staßfurter, fraglich. Den Offensivmann plagen weiter Knieprobleme.

Heiß ist der Torjäger dennoch, dass weiß Sauer: „Bolze ist immer motiviert. Er gibt immer Gas.“ Ob das auch im Duell mit seinen Ex-Kollegen der Fall sein wird, steht noch in den Sternen.

Spiel mit viel Brisanz

Was für beide Trainer allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, ist die Bedeutung des Spiels. „Wer die Geschichte der beiden Vereine kennt, weiß, dass es immer heiße Duelle waren. Jeder will zeigen, wer der Stärkste im Salzlandkreis ist“, so Quednow. Sein Gegenüber meint, dass „es ein Spiel mit besonderer Brisanz ist. Beide Vereine kennen sich sehr gut.“

Einen Favoriten zu bestimmen, fällt somit also schwer. „Tabellarisch und spielerisch begegnen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe“, ist sich Sauer sicher. „Es kommt drauf an, wer die besseren Individualisten hat.“ Sein Trainerkollege Axel Quednow sieht das ganz genauso, sagt: „Es wird ein spannendes Spiel werden. Ich denke, dass alle hochmotiviert sind.“

Für beide Mannschaften geht es also doch ein Stück weit mehr als nur um Punkte. Das Prestigeduell möchte keine Mannschaft verlieren.