Staßfurt l Die fehlende Vorbereitung, das Pokal-Aus und das glückliche Remis in Irxleben zum Saisonstart – dem SV 09 Staßfurt wurde zu Saisonbeginn schon ein kleiner Fehlstart nachgesagt. „Ich male das nicht so schwarz“, wehrt sich jedoch Jens Liensdorf, der Coach des Landesligisten. „Die Jungs sind im Kopf klar. Sie sind gereift und können auch mit schwierigen Situationen umgehen.“

Und er hat recht: Nach zuletzt zwei Siegen in Folge stehen die Bodestädter auf dem vierten Rang und sind vor dem morgigen Heimspiel gegen den FC Einheit Wernigerode auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze. Und da wird es sicher bei einigen klingeln. Mit einem 2:0-Sieg im April hatten sich die 09er damals an die Spitze der Tabelle geschossen, das ist auch jetzt wieder möglich, wenn die Teams auf anderen Plätzen mitspielen.

Doch daran will Liensdorf gar nicht denken, rudert trotz des Heimrechts eher zurück und warnt vor dem Kontrahenten: „Wernigerode hat eine sehr gute Mannschaft. Mein Kollege dort leistet sehr gute Arbeit, das ist ein heißer Anwärter auf den Aufstieg.“ Deshalb will der Staßfurter Coach auch nicht einfach davon sprechen „nachzulegen“, denn mit dem FC Einheit haben die Staßfurter ein ganz anderes Kaliber vor der Brust.

3 Punkte wollen geholt werden

Zwar konnte der SV 09 in der Vorsaison vier Punkte gegen die Harzer holen, sowohl das 1:1 auswärts als auch der Heimsieg waren aber „sehr enge Partien auf gutem Niveau“, so Liensdorf, der sich das auch für das zweite Heimspiel der Saison 2018/19 wünscht. Dabei streben die Gastgeber natürlich die drei Punkte an, das ist für den Trainer selbstverständlich.

Einen kleinen Vorteil machte er im Vorfeld auch aus: „Wernigerode ist unter Zugzwang.“ Aus drei Spielen holte der FCE nur vier Punkte, musste sich zuletzt dem MSC Preussen mit 0:1 geschlagen geben. „Wir haben schon mehr Punkte auf dem Konto und können mit einer breiten Brust in das Spiel gehen“, ist Liensdorf positiv gestimmt. „Wichtig wird sein, dass wir wie schon in Blankenburg einen kühlen Kopf bewahren und bis zum Schluss an unsere Chance an den Sieg glauben.“

Pesonell ist die Situation weiter unverändert. Die Liste der Ausfälle ist lang, Rückkehrer gibt es keine. Dazu ist der Einsatz von Stürmer Benjamin Kollmann noch fraglich. Doch das alles spielt beim SV 09 momentan keine große Rolle. Auch diese Rückschläge haben die Staßfurter in den vergangenen Wochen gut weggesteckt und wollen das auch gegen Einheit Wernigerode wieder beweisen.