Horn/Staßfurt l Ohne Zuschauer vor leeren Rängen kämpfen sie weiter um Punkte. Dazu zählt auch der SV Horn, der in der zweiten österreichischen Bundesliga zuletzt am 6. November einen 3:2-Erfolg über Rapid Wien II feierte und nach neun Partien auf Tabellenplatz zehn steht. In die Röhre schauen hingegen auch in diesem Fall die Nachwuchsmannschaften.

Auch der mit seiner Familie in Österreich lebende elfjährige Henning Stein, Enkel des Staßfurter Urgesteins Klaus Stein, darf derzeit weder trainieren noch Pflichtspiele bestreiten. Der Nachwuchstorwart ist derzeit unangefochtene Nummer eins im U12-Team des SV Horn. „Für Henning, seine Mannschaftskollegen sowie für den gesamten Nachwuchs schlechthin ist das natürlich heftig. Wenigstens das Training hätte man aus unserer Sicht aufrechterhalten können. Henning trainierte ja bisher dreimal wöchentlich, darunter eine 90-minütige Trainingseinheit spezielles Torwarttraining. Das fehlt ihm massiv“, erklärt dessen Vater Jörn-Henrik Stein.

Noch besteht bei Familie Stein die Hoffnung, dass ab Dezember zumindest wieder mit den Mannschaftskameraden trainiert werden kann, Punktspiele wird es aber erst wieder im neuen Jahr geben. „Nachdem Hennings Mannschaft lediglich noch einen Sieg zum Aufstieg benötigt hätte, ist das natürlich besonders bitter“, ärgert sich Stein. „Besonders da zum jetzigen Zeitpunkt keiner genau sagen kann, ob und wie es 2021 mit dem Spielbetrieb weitergeht.“