Oebisfelde l Bereits das Hinspiel hatte Oebisfelde mit 28:25 für sich entschieden und sich mit dem Rückspielsieg im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Denn der SVO (11:15) liegt nun vier Zähler vor dem Vorletzten aus Güsen und Schlusslicht Westeregeln, die beide 7:19 Punkte auf dem Konto haben.

Für die Gäste aus Wester-egeln war die Pleite nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation ärgerlich. Sie machten dem Kontrahenten das Leben über 60 Minuten gewaltig schwer. Mit einem ruhigen Spielaufbau hatte Wacker zunächst Erfolg. Westeregeln führte schnell mit 2:0 (2.) und konnte auch im weiteren Spielverlauf immer wieder in Führung gehen. Lohn für eine konzentrierte Leistung war die 14:13-Pausenführung der Gäste.

Wacker überzeugt Wacker überzeugt

In Halbzeit zwei knüpfte Westeregeln dann an die gute Leistung aus Durchgang eins an und setzte immer wieder Akzente. So wie beim 23:21 in der 44. Minute, als Sebastian Schneider per Siebenmeter traf. Danach machten die Oebisfelder aber Nägel mit Köpfen. So stellten sie nach dem 24:24 (47.) das Signal auf Sieg. Die Oberliga-Reserve zog auf 28:24 davon, sorgte damit für die Entscheidung.

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Allerdings kassierten die Westeregelner in dieser Phase die am Ende entscheidenden Gegentreffer auch in Unterzahl. Zunächst musste Torjäger Jimmy Klockmann für zwei Minuten vom Feld. Kurz nach seiner Rückkehr auf die Platte wurde er von den Referees erneut aus dem Spiel genommen und praktisch im selben Atemzug musste auch Mike Garbaczok für zwei Minuten zuschauen (50.).

Diese doppelte Überzahl nutzten die Gastgeber konsequent aus. Als dann später Wackers Christian Jakobi (55.) auch noch die Rote Karte sah, war das Spiel gelaufen. Da spielte auch die dritte Zeitstrafe gegen Klockmann, der zusammen mit Sebastian Schneider (beide acht Treffer) bester Torschütze seines Teams war, in den Schusssekunden keine entscheidende Rolle mehr.

„Unser Sieg, auch wenn es ein Arbeitssieg war, geht in Ordnung. Am Ende zählen die beiden Punkte, die für uns immens wichtig waren“, lautete das Fazit von Oebisfeldes Trainer Toni Seiler.

Westeregeln hat nun jedoch länger Zeit, die Niederlage zu verdauen. Erst am 26. Januar steht der nächste Spieltag auf dem Programm. Dann empfängt Wacker den Tabellenzweiten HSV Haldensleben.