Westeregeln l Die ambtionierten Handballer von Wacker Westeregeln kommen in der Nord-Staffel in der Verbandsliga so langsam in Fahrt. Das Heimspiel am Sonnabend gewannen die Westeregelner gegen das Topteam Glinder HV Eintracht klar mit 29:22. Im siebten Saisonspiel war es der dritte Sieg, mit dem die Grün-Hemden einen Sprung auf den siebten Tabellenplatz machten.

Es war aber besonders die Art und Weise, die die Zuschauer, die es mit Wacker hielten, am Sonnabend ins Staunen brachte. Der sonst oft auch kritikfreudige Trainer Matthias Zeidler schwärmte unumwunden: „Das war unser bestes Saisonspiel. Bis auf den Anfang in der zweiten Halbzeit haben wir über das gesamte Spiel in der Deckung sehr gut gestanden. Auch im Angriff haben wir es ordentlich gemacht.“

Bis zum 7:6 in der 15. Minute durch Glindes Julian Bauer war es ein offener Schlagabtausch, dann zog Wacker aber die Zügel an. Sebastian Schneider, Tino Fischer und Markus Grau schraubten durch drei Tore in drei Minuten das Zwischenresultat auf 10:6 (18. Minute). Diesen Vorsprung gab Wacker nie mehr aus der Hand.

Zwar kam Glinde noch einmal bis auf 15:14 heran (36.) durch Michael Kreyenberg heran, doch mit einer guten Deckungsarbeit zogen die Westeregelner den Gästen den Zahn. Über die Stationen 18:15 (39.), 21:16 (45.) und 25:18 (50.) setzte sich Westeregeln sukzessive ab. Am Ende war es ein ungefährderter Derbyerfolg.

Besonders einen Spieler wollte der Übungsleiter lobend herausheben. „Sven Liebscher hat in der Deckung ein super Spiel gemacht“, sagte Zeidler. „Trotz der kleinen Personaldecke und den wenigen Wechselmöglichkeiten haben wir gut durchgehalten. Man hat gesehen, dass wir uns von Spiel zu Spiel verbessern und hoffentlich bald da hinkommen, wo wir hinwollen.“ In höhere Tabellenregionen natürlich.

Wacker: Howahl, Beck - Grau (5), Klockmann (4), T. Fischer (10/3), D. Fischer (4), Rothe (1), Laschke, Schneider (1/1), Liebscher (1), Kuhle (3), Gorges

Glinde: Weiss, Bartels - Bauer (4), Kralik (1), Martin Kreyenberg (1), Max Kreyenberg (3), Michael Kreyenberg (6/1), Schmelzer (2), Recker, Rosemeier, Rockmann, Ebel, Deumeland (5/4), Herrmann

Siebenmeter: Wacker 7/4 – Glinde 5/5 Zeitstrafen: Wacker 7 – Glinde 5; Rot (3x2): Kralik (40.) / Klockmann (55.)