Landsberg/Staßfurt l Und in dieser Story werden noch weitere Kapitel hinzugefügt. Durch einen 31:24 (12:9)-Erfolg beim Landsberger HV erreichten die Staßfurter die Finalspiele. Gegner des Verbandsligisten wird dann der TuS Radis aus der Sachsen-Anhalt-Liga sein. Ermittelt wird der Cupsieger am 18./19. Mai und 25./26. Mai in Hin- und Rückspiel.

Guter Beginn

Beim Halbfinale in Landsberg lief es für die Bodestädter von Beginn an wie geschmiert. „Wir sind ziemlich gut gestartet und hatten gleich einen 4:0-Lauf“, berichtete Rot-Weiss-Coach Mario Kutzer. Doch trotz der klaren Führung entwickelte sich im Nachgang ein Spiel auf Augenhöhe zwischen den beiden Verbandsliga-Teams. Bis zum 9:9 (26.) konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Doch dann kam es zur wohl spielentscheidenden Szene. Martin Dittmar traf zum 10:9 für die Staßfurter, bezahlte diesen jedoch mit einem blauen Auge. Gegenspieler Franz Schwara ging Dittmar zu hart an. „Die Schiedsrichter haben es als Schlag ins Gesicht im Protokoll vermerkt“, so Kutzer. Der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass der Ausschluss des gegnerischen Rückraumspielers seinem Team durchaus half. „Das war schon ein Vorteil für uns, weil wir vorher Schwierigkeiten hatten, ihn in den Griff zu kriegen“, sagte Kutzer. Dessen Mannschaft setzte sich anschließend bis zur Halbzeit auf 12:9 ab.

In Hälfte zwei überzeugten die Gäste dann vor allem in der Deckung. „Die Deckungsarbeit war das A und O. Die Jungs haben das richtig klasse gemacht“, freute sich Kutzer und hob Kevin Engelhardt und Florian Panzer als Abwehrorganisatoren hervor. „Sie haben viel gesprochen“, lobte Kutzer. Ein Beleg für die gute Abwehrarbeit war auch die Tatsache, dass die Rot-Weissen keinen einzigen Siebenmeter verursachten. Und das, obwohl die Schiedsrichter „sehr pingelig“ (Kutzer) pfiffen. „Wir sind trotzdem schön ruhig geblieben und haben auch bei Fehlentscheidungen nicht groß lamentiert“, beschrieb der Staßfurter Trainer die Disziplin, die in seiner Mannschaft vorherrschte. Und diese zahlte sich am Ende aus. Auch, weil es im Angriff immer besser lief.

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Den Torwart gut im Griff

Hier waren Steve Ilgenstein und Marco Richter am Ende mit jeweils sieben Treffern die besten Torschützen. Vor allem Richter sorgte als Kreisspieler für viele schnelle Tore. „Er hatte den ersten Landsberger Torwart gut im Griff. Viele Bälle hat er durch die Beine oder an den Beinen vorbei geworfen“, schilderte Kutzer.

Neben dem Routinier durften sich mit Justin Becker und Lieven Rach auch zwei Youngster aus der A-Jugend beweisen. Rechtsaußen Rach erzielte sogar zwei Tore.

Nach dem Spiel war das Ziel für die Staßfurter dann klar – Kneipe! Auch für den Mann mit dem blauen Auge – Martin Dittmar. Gemeint war aber kein Wirtshaus, sondern eine kleine Ortschaft nahe Landsberg, die direkt auf dem Heimweg lag. Ein hopfenhaltiges Kaltgetränk nahmen die Staßfurter aber ganz sicher dennoch zu sich.

HV Rot-Weiss Staßfurt II: Jesse – Rach (2), Becker, Richter (7), Langewald (1), Fanselow (6), Dittmar (1), Loose, Panzer (2), Engelhardt (5), Ilgenstein (7).

Siebenmeter: Landsberg 0/0 - Staßfurt II 1/0

Zeitstrafen: Landsberg 1 - Staßfurt II 4

Rote Karte: Franz Schwara (Landsberg/26.)