Staßfurt l Lange durften in der Handball-Saison 2019/2020 beide Männermannschaften des HV Rot-Weiss Staßfurt vom Aufstieg träumen. Durch den vorzeitigen Saisonabbruch, der vor einigen Tagen vom Landesverband HVSA beschlossen wurde, ist diese Hoffnung für die Teams aus der Bodestadt nun passé.

Meisterschaft verpasst

Bei der ersten Staßfurter Mannschaft war die Zielstellung von Beginn an klar. Der Staffelsieg in der Sachsen-Anhalt-Liga sollte her – damit verbunden auch die Rückkehr in die Mitteldeutsche Oberliga. Dazu wurde der Kader zu Saisonbeginn qualitativ verstärkt. Und das zeigte Wirkung. Die Rot-Weissen dominierten die Saison von Beginn an. Aber eben nicht allein, sondern zusammen mit dem SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. „Gäbe es Wittenberg nicht, wären wir wahrscheinlich schon durch“, sagte Trainer Sebastian Retting schon vor vielen Wochen. Die Grün-Weißen blieben permanent auf Augenhöhe und erlaubten sich einen Minuspunkt weniger. Folgerichtig standen sie beim Saisonabbruch in der Pole-Position für den Aufstieg. Auch der Gewinn des direkten Vergleichs mit den Wittenbergern nutzte den Staßfurtern somit nichts.

HV-Reserve auf Silberrang

Ärgerlich ist der Abbruch der Spielzeit auch für den HV Rot-Weiss Staßfurt II. Das Team von Trainer Mario Kutzer präsentierte sich über weite Strecken der Verbandsliga Süd als absolutes Spitzenteam und führte die Tabelle an. 13 Siege und nur fünf Niederlagen spülten den Fastabsteiger des Vorjahres mitten rein in den Kampf um den Staffelsieg. Etliche Wochen war die Staßfurter Reserve sogar Tabellenführer. Die Chance auf den ganz großen Wurf, den Staffelsieg, wurde den Rot-Weißen nun aber genommen. Rang eins ging an den HC Burgenland II.

Klassenerhalt für den SVW

Den sicheren Klassenerhalt bedeutet das vorzeitige Saisonende für die Männer des SV Wacker Westeregeln. Das Team von Trainer René Loewe kann damit auch im kommenden Jahr für die Teilnahme an der Verbandsliga planen. Mit 14:28 Zählern belegen die Wacker-Männer Rang elf der Nordstaffel. Berechnet wurden die Platzierungen nach dem norwegischen Modell (Anzahl Pluspunkte geteilt durch absolvierte Spiele).