Meisdorf l Ganz große Freunde der frischen Luft, wie zum Beispiel Sigrid und Lutz Hülskath vom PSV Bernburg, starten auch schon mal um 6:30 Uhr und legen die 50 Kilometer bis nach Meisdorf mit dem Rad zurück. Da war die Wiedersehensfreude mit den Sportfreunden der Gaensefurther Sportbewegung groß. So geschehen beim traditionellen Start in das neue Laufjahr, dem inzwischen 42. Punschlauf in Meisdorf.

Da fragen Läufer auch nicht: Wie geht es dir? Läufer fragen: Welche Strecke machst du? Der gastgebende SV Germania 1928 war wie immer mit leckerem Punsch und Schmalzstullen auf die vielen Volksläufer vorbereitet. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen und so starteten die Teilnehmer je nach ihrem derzeitigen Trainingszustand über die sechs, zehn oder 20 Kilometer langen Strecken. Wer durch das schöne Harzer Selketal lieber walken oder wandern wollte, reihte sich hinter der großen Läuferschar ein. „Wir sind hier schon bei minus 20 Grad gelaufen“, erinnerte sich Fritz Ballerstedt vom LAC Aschersleben und scherzte: „Da war sogar mein Bart gefroren.“

In der Tat erlebten „Wiederholungstäter“ in Meisdorf schon jedes Wetterszenario, doch die äußeren Bedingungen spielten nie eine Rolle, denn der Punschlauf funktioniert ganz ohne Wettkampfgedanke. Hier zählen die große Lauffamilie, das Wiedersehen und die gemeinsame Bewegung an der frischen Luft. Die ganz fleißigen Läufer nahmen den langen Kanten über die Leimuferstraße in Angriff. Doch da mussten die Teilnehmer erst eine anspruchsvolle Steigung erklimmen, bevor die Strecke erholsam durch den waldigen Ballenstedter Forst führte. Vor genau zwei Jahren machte an dieser Stelle Stefan Sindermann seine ersten Erfahrungen mit der Langdistanz. Voller Tatendrang befand sich der Bode-Runner der Gaensefurther Sportbewegung diesmal bereits in beachtlicher Frühform. Den Saisonstart im Landescup kann er kaum erwarten.

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Doch bis dahin gilt es, verletzungsfrei durch die Vorbereitungszeit zu kommen. Eine gezielte Erwärmung und die Anpassung an die dunkle Jahreszeit, an Temperaturen und Streckenzustand sollte bei den Laufeinheiten Berücksichtigung finden. Daher laden die Bode-Runners immer wieder gerne zum wöchentlichen Lauftreff ein, getreu dem Motto „Lauft nicht alleine durch die Dunkelheit – lasst uns zusammen Sport treiben“. Jeden Donnerstag um 17:30 Uhr auf dem Parkplatz am Sparkassenschiff in Staßfurt können sich Laufinteressierte den unterschiedlichen Tempogruppen anschließen.

Staßfurter Salzlandlauf steigt am 8. Mai

Auch Laufanfänger, die sich langfristig auf den 8. Mai 2020 für den 3. Staßfurter Salzland-Lauf vorbereiten möchten, sind herzlich eingeladen. Die Bode-Runners haben ihre Vorbereitung ebenfalls bereits aufgenommen. Die Anmeldung für die drei angebotenen Strecken über 1,5, sechs oder zehn Kilometer ist unter www.gaensefurther-sportbewegung.de freigeschaltet. Das Organisationsteam der Gaensefurther Sportbewegung, Schirmherr Oberbürgermeister Sven Wagner sowie die beiden Sponsoren wobau Staßfurt und die Stadtwerken Staßfurt, haben noch einmal ordentlich am Konzept gefeilt. So wurden die Startzeiten geändert und die Laufrichtung gedreht. „Das wird den Teilnehmern einen ganz neuen Laufeindruck bringen“, freut sich die Laufgruppe bereits auf die dritte Auflage des Laufes. Zum Ansporn der jungen Laufgeneration, insbesondere der Vorschulkinder, inklusive ihrer Eltern und Großeltern, wird es zudem einen 400 Meter langen Kalinchen-Lauf geben.

Ob Sigrid und Lutz Hülskaths am 8. Mai ebenfalls an den Start gehen, steht noch nicht fest, doch ihren 50 Kilometer langen Rückweg im Anschluss an den Meisdorfer Punschlauf haben sie auf jeden Fall mit Bravour gemeistert.