Halle/Staßfurt l Das Schulschachlandesfinale 2018 unter der Schirmherrschaft des Landesschulamtes Sachsen-Anhalt fand in diesem Jahr auf dem Universitätsgelände in Halle statt. 41 Schulmannschaften mit je vier Spielern traten an um sich unter dem Motto „Jugend trainiert für Olympia“ zu messen. Aufgrund der Wetterkapriolen gelang es einigen Teams nicht, die Reise nach Halle anzutreten.

Mit einem Bus der Firma Haubold machten sich fünf Mannschaften aus dem Salzlandkreis aber auf den Weg zum verschneiten Wettkampfort. Zwei Teams aus dem Dr. Frank-Gymnasium Staßfurt traten in den Wertungsklassen II und IV an. Da zwei Mannschaften aus Hettstedt und Osterwieck nicht antraten, kam es zum Zweikampf mit den Schachfreunden aus Halle in der Wertungsklasse II. Im Hin- und Rückspiel konnte jedes Team einmal siegen. Somit musste die Brettwertung der einzeln erkämpften Punkte entscheiden. Dort hatte das Latina-Francke-Gymnasium knapp mit einem Einzelsieg mehr die Nase vorn. Trotzdem durften sich Justin Thiede, Julian Baum, Sergej Maier und Yannick Keerl über die Silbermedaille freuen.

Der jüngere Jahrgang startete in der Wertungsklasse IV. Dabei fiel der Spieler aus, der für die Mannschaft am 1. Brett spielen sollte. Damit starteten Erik Beier, Luca Quinger und Alexandra Dmytriw mit dem Handicap, jede Runde einen Minuspunkt zu bekommen. Sie kämpften aber tapfer und es gelang ihnen sogar, zwei Mannschaftspunkte zu erspielen. Damit vermieden sie den letzten Platz und wurden Fünfter. Ihre Schultrainerin Svitlana Slobodjan konnte mit den gezeigten Leistungen der Gymnasiasten durchaus zufrieden sein.

Zahlreiche Grundschüler dabei

Zwei weitere Mannschaften aus Staßfurt und ein Team aus Aschersleben traten in der Wertungsklasse der Grundschulen an. Für die jungen Schachspieler begann der Weg zum Landesfinale in diesem Jahr in Staßfurt. Hier fand das Regionalfinale Anfang Februar statt. Dabei mussten sich die qualifizierten Teams in einem Teilnehmerfeld von 30 Mannschaften durchsetzen. Mit 23 Mannschaften in Halle war die Turniergruppe der Grundschulen die am deutlich stärksten besetzte. Alle Teams mussten im Vorfeld ein Regionalfinale überstehen. Daher kann man allen Kindern gratulieren, die dort mitspielten.

Dass dort auch sehr viele Kinder schon in Schachvereinen aktiv mitspielen und trainieren, war an den vielen sehr gut gespielten Partien zu sehen. Da es ein Mannschaftswettkampf war, machte sich dabei natürlich die mannschaftliche Geschlossenheit an allen vier Brettern besonders bezahlt. Der Schachnachwuchs der Uhlandschule sorgte nicht nur im Regionalfinale mit sechs Mannschaften für Furore. Sie spielten auch ein Schach auf hohem Niveau im Landesfinale. In der letzten Runde siegten sie mit 3:1 gegen die Schachfreunde aus Sennewitz und sicherten sich so ungeschlagen den Landesmeistertitel. Damit dürfen sich Mia Schwenke, Marvin Halasz, Tim Siebert, Marius Recke und Jakob Goldschmidt nicht nur über ihre Goldmedaille und den Siegerpokal freuen, sondern auch über die gelungene Qualifikation für das Bundesfinale.

Dieses Ziel verfehlte die Goethe-Grundschule aus Staßfurt nur knapp. Mit Frederik Ebers, Elias Mann, Leon Schambier, Jason Beck und Klarissa Mann wurden drei Siege und ein Unentschieden erkämpft, dies reichte dann am Ende leider nur für den undankbaren vierten Platz. Da aber fast alle Kinder dieser Mannschaft jung genug sind, um im nächsten Jahr noch einmal an den Start zu gehen, ist dieser vierte Platz natürlich ein Ausrufezeichen für die kommenden Wettkämpfe.

Ihren ersten Auftritt auf der großen Schachbühne hatten beim Landesfinale die Knirpse aus der Freien Montessori Grundschule aus Aschersleben. Mit dem 16. Platz erzielten sie ein gutes Ergebnis für die erste Teilnahme.