Oranienbaum/Staßfurt l Gut 70 Kilometer sind es mit dem Auto von Staßfurt in den Landkreis Wittenberg nach Oranienbaum. Die Fahrt von knapp über einer Stunde kam den Tischtennis-Spielern des TTC „Glück Auf“ Staßfurt hinzu nicht so lang vor. Immerhin waren sie vorfreudig, die Saison in der Landesliga nach zuvor zwei Siegen und einem Remis ungeschlagen fortzuführen. Doch auf der Rückweg war die Stimmung dann bedrückt. Denn im Gepäck hatten die TTC-Spieler eine 1:14-Schlappe.

Und diese war nicht wirklich so leicht zu erklären. Immerhin hatten es die Bodestädter nicht mit einem gefürchteten Spitzenteam der Liga zu tun, sondern „nur“ mit dem SV Anhalt Oranienbaum, der zuvor noch ohne Sieg dastand. Auch das Personal konnte keine Ausrede sein. Denn „Glück Auf“ trat mit dem Stammsechser an. Doch warum wurde es dieses Mal so deutlich, waren die Duelle mit dem SVA doch sonst immer eher ausgeglichen? Die Staßfurter werden den Gegner schlichtweg unterschätzt und dazu noch einen völlig gebrauchten Tag erwischt haben.

So verbuchten Glenn Büchtemann, Sebastian Busche, Philipp Seltitz, Jonas Lyko und Steffen-Tobias Beyer nicht einen Punkt im Spiel über nicht ganz drei Stunden. Immerhin einen Ehrenpunkt sicherten sich die Gäste aber. Dieser ging dann mit einem überraschend klaren 3:0 (11:1, 11:0, 11:0) in der zweiten Einzelserie an Yannik Henke, der Christian Hille im Duell der an drei gesetzten Spieler besiegte.

Für die Staßfurter gilt es nun, dieses Spiel schnell abzuhaken und hinter sicher zu lassen. Immerhin ist durch die gute Bilanz zuvor immer noch alles im grünen Bereich. Der TTC steht weiterhin auf dem vierten Rang. Am Sonnabend um 15 Uhr steht das nächste Heimspiel an. Gegen Spitzenreiter Union Schönebeck wird es aber erneut schwer.