Prettin/Staßfurt l Drei Wochen waren vergangen, seit dem der TTC „Glück Auf“ Staßfurt aus der Landesliga Nord zuletzt ein Spiel absolvierte. Am Wochenende musste er wieder ran – auswärts beim TTC Prettin. War die längere Pause zu merken? „Nein, überhaupt nicht“, berichtete Spieler Sebastian Busche. „Es war eine mannschaftlich solide Leistung. Wir sind sehr zufrieden.“ Mit 11:4 setzten sich die Staßfurter beim Tabellenneunten durch.

Der Schlüssel zum Erfolg? „Wir waren in jedem Paarkreuz einen Tacken besser“, berichtete Busche. So konnten fast alle Spieler gut punkten. Nur der junge Jonas Lyko „hat nicht in sein Spiel gefunden“. Weil aber Yannik Henke dafür 2,5 Punkte holte, war die Ausbeute auch im unteren Paarkreuz ordentlich. Besonders angetan war Busche auch von der Leistung im oberen Paarkreuz. Da gewannen sowohl Meik Vollmer als auch Glenn Büchtemann beide Spiele. „Da hätten wir uns ehrlich gesagt auch nicht beschweren können, wenn noch zwei Spiele verloren gegangen wären.“ Vor allem der junge Büchtemann, der erst seit fünf Spielen im oberen Paarkreuz agiert, „macht sich immer besser“, lobte Busche. „Da werden Fehler sofort bestraft, aber er setzt sich gut durch und spielt das schon sehr souverän.“

Im mittleren Paarkreuz holte der erfahrene Dieter Pieles die volle Ausbeute, Busche selbst haderte etwas. Zwar siegte er gegen Frank Schulz, der „sehr stark ist auf Mitte“, souverän mit 3:0. Gegen die Nummer vier, Benjamin Reich setzte es aber ein 0:3. „Da habe ich überhaupt nicht hereingefunden.“

Gäste im Zugzwang

Schon nach den Doppeln sah es für die Gäste mit der 2:1-Führung gut aus. Mit vier Siegen in Folge in den Einzeln „waren wir dann schon weg“, beschrieb es Busche. Das folgende Fünfsatzspiel zwischen den beiden an Nummer eins gesetzten Spielern entscheidend. Und dabei sah es für Vollmer gar nicht gut aus, er lag „chancenlos mit 0:2 zurück“, so Busche. „Hätte er das Spiel verloren, wäre es sicher nochmal knapp geworden.“ Doch der Staßfurter stellte taktisch um, drehte das Duell noch und konnte sich mit 3:2 durchsetzen. „Er hat nach zwei Sätzen die Schwachstellen des Gegners erkannt und konnte diese ausnutzen.“

Eigentlich steht für den TTC Staßfurt nun erneut eine dreiwöchige Pause. Doch nicht unbedingt: „Wir versuchen das Spiel gegen Anhalt Zerbst noch nach vorne zu verlegen“, schilderte Busche. Und das wäre sicher im Interesse beider Teams, hätten sie doch sonst zum Saisonabschluss jeweils einen schwierigen Doppelspieltag zu meistern.

Staßfurt: Vollmer (2,5), Büchtemann (2,5), Pieles (2,5), Busche (1,5), Henke (2,5), Lyko