In der Fußball-Verbandsliga hat das Team von Lok Stendal sein erstes Heimspiel des Jahres 2013 am Sonnabend in den Sand gesetzt. Gegen den neuen Tabellenführer Haldensleber SC setzte es eine heftige 0:4-Niederlage.

Stendal l Wie würde sich das "Auslaufmodell" der Haldensleber Mannschaft unter Trainer und Sponsor Stephan Grabinski im Stendaler Stadion Am Hölzchen präsentieren?

Das fragten sich die Stendaler Lok-Fans angesichts der Tatsache, dass der Verein aus Haldensleben die Reißleine gezogen hat und ab dem 1. Juli 2013 mit einem neuen, auf der eigenen Stärke beruhenden, Konzept weiter arbeiten will.

Wie gestaltet die eigene (Lok-)Mannschaft ihr Spiel als Außenseiter? So eine weitere Frage, die die Lok-Anhänger natürlich brennend interessierte.

Die Antwort: Das Stendaler Team fand nie richtig in dieses Spiel. Gegen die nur sehr wenige Fehler machenden Haldensleber war sie in den Zweikämpfen entschieden zu oft der zweite Sieger und setzten in der Offensive so gut wie keine Akzente. Die Zahl der Abspielfehler war es, die beide Mannschaften deutlich unterschied.

Den Gästen kam entgegen, dass die Stendaler Abwehr nach gut einer Viertelstunde zweimal nicht energisch genug zur Sache ging und sich ein 0:2 durch zwei Treffer von Martin Zander einfing.

Nach vorn hin passierte in den Stendaler Reihen nicht viel. Benedikt Nellessen zerrte zwar heftig an den Ketten, doch die personell entschieden besser besetzten Gäste waren clever genug, die positiven Ansätze beim Gastgeber praktisch im Keim zu ersticken.

Nach der Pause mit einem Doppelwechsel gab es einen neuerlichen Ansatz eines Stendaler Offensivspiels. Doch auch jetzt waren die Haldensleber richtig clever und untermauerten ihren Ruf als äußerst abwehrstarke Mannschaft.

In der Schlussviertelstunde erhöhten Pascal Matthias (nach toller Kombination) sowie erneut Martin Zander auf den Endstand von 4:0 zu Gunsten der Gäste.

Stendal: Ziesmann - Gebauer, Körner (46. Runge), Krause, Groß - Erdmann, Aumann - Kühn (70. Horak), Becken - Nellessen, Juninho (46. Ben-Abdesselem).

Schiedsrichter: Naujocks (Magdeburg), Zuschauer: 256, Torfolge: 0:1, 0:2 Zander (16., 18.), 0:3 Matthias (75.), 0:4 Zander (80.).