Stendal l Gegen Landesligist SSV 80 Gardelegen hieß es am Ende 5:2. Die Westaltmärker bereiteten den Eisenbahnern besonders vor dem Wechsel reichlich Probleme.

Die erste gefährliche Szene gab es im Strafraum des SSV: Nach einer Ecke von Franz Erdmann wurde das Spielgerät zur Flipperkugel, wo gefühlt zehn Akteure mitmischten. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Ein Gardelegener Spieler wurde am Schuh getroffen. Das Spiel ging weiter und nach kurzem Schmerz machte auch der Gästeakteur wieder mit.

Mertens stellt Lok-Defensive vor Probleme

Lok bedrängte hochstehend den Kontrahenten weiter. Nach einigen Minuten startete der Gast die ersten messerscharfen Konter. Eliano-Neal Mertens sprintete im Stil eines Usain Bolt mehrfach der Lok-Abwehr davon. Schaarschmidt, Werner und Gebauer sahen des Öfteren nur die Rücklichter. Die erste Chance ließ Mertens noch liegen.

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Gütte trifft zur Führung

Kurz darauf folgte eine Ecke. Lukas Kycek musste schon alles aufbieten, um den Ball aus dem Eck zu kratzen. Es gab erneut Eckball. Erneut verhinderte Stendal nicht den Flachschuss von der Strafraumgrenze durch Sascha Enrico Gütte und es hieß 0:1 (7.). Nur zwei Minuten später war wiederum Eliano-Neal Mertens der Brandstifter in der Lok-Defensive. Er zog die Kugel am langen Pfosten vorbei. Die ansonsten optisch überlegen Gastgeber kamen nach einer Viertelstunde zur ersten Gelegenheit. SSV-Torhüter Markus Falk warf sich Franz Erdmann entgegen und rettete.

In Minute 19 hebelte Niclas Buschke die ansonsten gut verschiebende Gästeabwehr aus. Sein Abschluss rutschte ihm etwas ab, sodass der plötzlich freie Maurice Pascal Schmidt auch neben das Leder trat.

Nach 27 Minuten hieß es 0:2 aus Sicht der Schulz-Elf. Gardelegen spielte sich auf links geschickt durch. Stendal vermied gerade noch einen Elfmeter, verhinderte aber nicht die Eingabe von Florian Scheinert von der Grundlinie. Hannes Malek schob locker ein. Wenig später hätte Eliano-Neal Mertens fast noch ein drittes Tor nachgelegt, verzog wiederum nur knapp.

Stendal bekam danach mehr Präsenz. Fünf Minuten vor der Pause setzte der sehr auffällige Moritz Instenberg nach einer Erdmann-Ecke eine Finte.

Krüger markiert den Anschluss

Martin Krüger vollendete per strammen Schuss zum 1:2-Anschluss. Schiedsrichter Karsten Fettback beendet die erste Hälfte etwas früher Gardelegens Eliano-Neal Mertens lag mit einem Krampf auf dem Platz. Die Zeit wurde nach dem Wechsel drangehangen.

Stendal brachte zur Pause sieben neue Akteure. Zweimal wurde Gardelegen noch gefährlich. Zunächst schoss sich Sascha Enrico Gütte bei einem schwierigen Ball selbst an. Dann klärte Johannes Mahrhold gegen Simon Bache im letzten Moment.

Balliet trifft zum Ausgleich

Nach einer Ecke bekamen die Gäste den Ball nicht raus. Simon Balliet markierte das 2:2. Und nach knapp einer Stunde führte Stendal.

Martin Krügers Schuss klatschte an die Latte. Patrick Baudis staubte zum 3:2 ab. Gästecoach Norbert Scheinert rief ins Spiel. „Wir brauchen eine andere Körpersprache.“

Seinem Team schwanden die Kräfte. Nach Flanke von Nils Breda hielt Torwart Falk zunächst den Kopfball von Vincent Kühn, der aber im Nachsetzen das 4:2 erzielte. Chancen von Max Salge (vorbei) und Martin Krüger, Falk parierte den Schuss, brachten noch nichts Zählbares.

Schließlich setzte Martin Krüger nach schöner Kombination von Simon Balliet und Moritz Instenberg den 5:2-Schlusspunkt. Gardelegen war ein guter Gegner, nach einer Stunde wurden die Gegenangriffe mit schwindenden Kräften der Gäste vom Oberligisten jedoch im Keim erstickt.

Schulz schätzt Partie ein

„Es war ein super Test, danke an Gardelegen. Mit ihren schnellen Leuten haben sie uns einige Schwächen aufgezeigt. Meine Mannschaft hat Moral gezeigt und die Partie gedreht. Ich bin zufrieden. Zudem haben ich neue Erkenntnisse gewonnen“, so Jörn Schulz nach der Partie.

Sein Gegenüber Norbert Scheinert sagte: „Wir haben das erste Halbzeit sehr gut gemacht. Nach der Pause war etwas die Luft raus. Trotzdem haben wir weiterhin gefährliche Angriffe gesetzt.“

Statistik

Torfolge: 0:1 Mertens (7.), 0:2 Malek (25.), 1:2 Krüger (40.), 2:2 S. Balliet (55.), 3:2 Baudis (58.), 4:2 Kühn (65.), 5:2 Krüger (82.).

1. FC Lok Stendal: Kycek - Gebauer, Werner, Schaarschmidt, Groß, Baudis, Erdmann, Krüger, Instenberg, M. P. Schmidt, Buschke, (S. Balliet, Hey, Mahrhold, N. Breda, Salge, Schubert, Kühn).

SSV 80 Gardelegen: Falk - Malek, Haxhiu, Haak, Fehse, Stottmeister, Winkel, Bogdahn, Scheinert, Gütte, Mertens, (Bache, Rosenberger, Hille, Gille).