Stendal l Ein intensives Spiel haben sich der 1. FC Lok Stendal und der SV Schott Jena am Sonntag in der Fußball-Oberliga geliefert.

„Es war unglaublich wichtig, dass wir dieses Spiel gegen Schott gewonnen haben. Damit ist unsere Bilanz nach acht ausgetragenen Spielen sehr ordentlich. Nun aber folgen in den restlichen Partien der ersten Halbserie noch echte Spitzenpartien“, so Lok Stendals Chefcoach Sven Körner, nach der Partie gegen die Thüringer.

In der Tat stehen, beginnend am Sonnabend mit der Partie beim Tabellenvierten FC International Leipzig, größtenteils noch Begegnungen der Superlative für die Altmärker an.

VFC Plauen kommt

Am 10. Spieltag (Sonntag, 29. Oktober) kommt der Rangzweite VFC Plauen ans Stendaler Hölzchen, am 18. November der starke Mitaufsteiger Eilenburg (5. Rang) und am letzten Hinrunden-Spieltag treten die Stendaler den weiten Weg zum aktuellen Spitzenreiter Bischofswerdaer SV an.

Dass die Oberliga allerdings in jeder Beziehung ein ganz schwieriges Feld mit sehr anspruchsvollen Aufgaben ist, wurde am Sonntag in der Begegnung mit der auf dem zwölften Tabellenplatz stehenden Mannschaft von Schott Jena deutlich.

Kampfgeist gefragt

In der Partie war Kampfgeist hoch zehn gefragt, und den boten beide Teams in hohem Maße. Kein Wunder, dass die beiden Cheftrainer die Wechselmöglichkeiten ausschöpften. Bei Lok war besonders erfreulich, dass Martin Krüger, der sich vor dem Saisonbeginn verletzt hatte, in den letzten zwölf Spielminuten seine ersten Oberliga-Moment der Serie 2017/18 erleben konnte.

Auch die acht Minuten, die der ebenfalls eingewechselte Vincent Kühn noch aktiv auf dem Rasen erlebte, waren sehr wichtig, denn auch er zeigte den von ihm gewohnten Tatendrang.

Angesichts der Tatsache, dass Kühn wegen eines Infekts noch bis zum Donnerstag Antibiotika nahm, war viel mehr an Einsatzzeit am Sonntag gar nicht drin.

Lob vom Trainer

Stendals Fans waren auch in der Partie gegen die Thüringer ein richtig tolles, sachkundiges und aufmunternd unterstützendes Publikum. Sie erhielten deshalb in der Pressekonferenz nach dem Spiel großes Lob von Chefcoach Körner.

Der hat wie angekündigt erneut spioniert und sich am Sonnabend die Oberliga-Partie zwischen Askania Bernburg und dem nächsten Lok-Gegner, International Leipzig, angeschaut. Dabei erlitt der Gastgeber mit 1:3 seine erste Saison-Niederlage. Für Körner ist klar: „Wir stehen vor einem Top-Spiel. Unser Gegner hat eine ähnliche Fußball-Philosophie wie wir, hohes Tempo und sehr schnelles Umkehrspiel.“