Stendal l Am Ende des Spiels war niemand zufrieden. Die Stendaler haderten darüber, dass sie den knappen 1:0-Vorsprung nicht über die Zeit gebracht hatten und Charlottenburgs Trainer Turrijalai Zazai meinte: „Durch die zweite Halbzeit hätten wir drei Punkte verdient.“

Buschke trifft früh

Die Partie begann wie gemalt für Stendal. Nach Zuspiel von Patrick Baudis drehte sich Niclas Buschke geschickt an der Strafraumgrenze. Charlottenburgs Innenverteidiger schliefen und Buschke vollendete eiskalt – 1:0 (9.).

Mit seinen Läufen auf der linken Seite riss der Stendaler die Gäste-Abwehr danach noch zweimal auf, aber ohne Ergebnis.

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Charlottenburg musste nach vier Niederlagen in Folge und einem erneuten Rückstand mehr investieren. Aber bis kurz vor der Pause passierte da wenig. Dann hatten Daniel Bongartz und Larry Oellers zwei Möglichkeiten für den CFC, die aber nichts einbrachten. Stendal rettete das knappe 1:0 in die Pause. In der Kabine der Gäste hat es dann mächtig gerummst. „So laut war ich lange nicht mehr“, sagte Zazai. Mit der Hereinnahme von Djibril Diallo und Dominik Böttcher kam neuer Schwung in die Berliner Reihen.

Lok lässt die Punkte liegen

Helle Aufregung herrschte jedoch erst einmal nach einem rüden Foul von Oellers an Martin Krüger knapp an der Strafraumgrenze. Schiri Rose zeigte nur Gelb. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein (48.). Mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck von Charlottenburg aber immer intensiver. Ulutürk und Oellers hatten noch die besten Möglichkeiten zum Ausgleich. Bei den Altmärkern fehlte oft die letzte Konsequenz, um die vorhandenen Konter gewinnbringend auszuspielen. Dennoch hätte es fast zu den drei Punkten gereicht. Zwei Minuten vor Ultimo nutzte jedoch Karim einen Lapsus der Lok-Hintermannschaft und schoss zum 1:1 ein.

Die Berliner jubelten unbändig über ihren ersten Punktgewinn, die Stendaler haderten über diese Szene.

Beide Mannschaften holten gestern jeweils einen Punkt, aber niemand war darüber so richtig zufrieden.

Schulz gibt Einschätzung

„Es war das schwere Spiel, was wir erwartet hatten. Es ist genau das eingetreten, was wir vom Gegner erwartet haben, offensiv anlaufen, pressen, uns unter Druck setzen. Wir wollten mit einfachen Bällen schnell in die Endzone kommen, das haben wir in den ersten Minuten gut gemacht. Wir schießen das Tor und verlieren den Faden und kommen nicht mehr ins Spiel rein“, analysierte Lok-Trainer Jörn Schulz die Partie.

Negativ: Aus den Zuschauerrängen und auch später gegen Offizielle der Gäste sollen rassistische Äußerungen gefallen sein. Das wurde im Schiedsrichterbericht vermerkt, ein Sonderbericht dazu soll auch noch angefertigt werden.