Wernigerode/Stendal l Bei Einheit Wernigerode gab es einen knappen 1:0-Erfolg für den 1. FC Lok Stendal. Natürlich kam dieser Erfolg, wenn auch gegen einen Kontrahenten, der zwei Spielklassen unter den Altmärkern am Ball ist, zur rechten Zeit.

Die zuletzt zwei 0:6-Niederlagen in der Oberliga Nord, verbunden mit den großen personellen Sorgen, haben auch sehr am Nervenkostüm der Lok-Kicker genagt.

Sieg mit Glück

„Wir haben verdient gewonnen, aber auch glücklich“, lautete ein Resumee von Stendals Trainer Daniel Fest.

Die Harzer waren äußerst entschlossen, die ersatzgeschwächten Altmärker aus dem Pokalwettbewerb zu werfen. Entsprechend aggressiv war ihre Spielweise und brachte jede Menge gelbe Karten ein.

Gastgeber mit den ersten Chancen

Die ersten guten Tormöglichkeiten für den Gastgeber ließen nicht lange auf sich warten. Rouven Becker (3. Minute) und Mateusz Rogacki (13.) scheiterten bei ihren Chancen an Stendals Keeper Lukas Kycek, der diesmal von Lok-Trainer Fest den Vorzug vor dem zuletzt stehenden Bryan Giebichenstein bekam.

Die Gäste aus der Altmark besaßen nach 15 Spielminuten ihre erste Torchance. Ein Buschke-Schuss aus der Entfernung von 20 Metern konnte jedoch von Wernigerodes Torhüter Helmstedt gemeistert werden.

Danach waren die Stendaler die leicht überlegene Mannschaft, die jedoch nur schwer zum Torabschluss kam.

Hey trifft vor der Halbzeit

Zwei Minuten vor der Halbzeitpause aber jubelten die Lok-Kicker und ihr treuer Anhang. Nach einem Stendaler Freistoß wurde das Leder von der Wernigeröder Deckung abgewehrt, aber vom Gast sofort wieder vor das Einheit-Gehäuse geschlenzt. Der aufgerückte Abwehrakteur Sebastian Hey beförderte des Leder aus etwa sechs Meter Entfernung in den Harzer Kasten - 0:1.

Im zweiten Spielabschnitt drückten die Wernigeröder auf den altmärkichen Kasten, besaßen eine Menge Torchancen. Doch an Lok-Keeper Kycek kamen sie im Verlauf der 90 Spielminuten nicht vorbei.

Innenverteidigung fehlt in Lichtenberg

Am kommenden Sonnabend, wenn Oberliga-Spitzenreiter Lichtenberg 47 der gastgebende Punktspiel-Kontrahent für die Altmärker ist, fehlen auch noch Tim Schaarschmidt (5. Gelbe Karte gegen Altlüdersdorf) und Johannes Mahrhold (2 Spieltage Sperre nach Rot gegen Altlüdersdorf)

Statistik

Einheit Wernigerode: Andre Helmstedt - Oliver Schmidt (60. Justin Riemann), Mathias Günther (4. Max Binsker), Christoph Braitmaier, Rouven Blecker (75. Tomasz Salinski), Andy Wipperling, Mateusz Rogacki, Tomasz Daniel Wandzik, Sebastian Schenk, Christian Harenberg, Nick Schmidt.

1. FC Lok Stendal: Lukas Kycek - Niclas Buschke, Steven Schubert, Chris Kiesse Wete, Tim Schaarschmidt (68. Moritz Instenberg) Johannes Mahrhold, Marcel Werner, Maurice Schmidt, Tim Seidel-Holland (75. Vincent Lüppken), Martin Krüger, Sebastian Hey.

Zuschauer: 364,

Schiedsrichter: Martin Beutel

Tor: 0:1 Sebastian Hey (43).