Berlin/Stendal l Lok Stendals Oberligakicker fuhren am Sonnabend mit gemischten Gefühlen nach Berlin. Neben den verletzten Spielern musste Trainer Fest auch noch auf zwei weitere gesperrte Akteure (Mahrhold und Schaarschmidt) verzichten. Kein Mannschaftsteil bestand aus gestandenen Spielern, in allen Bereichen musste der Coach improvisieren.

Kein Ersatztorwart

Auch auf der Ersatzbank suchte man vergebens nach weiteren Möglichkeiten, lediglich Instenberg und erstmals Max Salge hatten dort Platz genommen. Einen Ersatztorwart konnte man auch nicht finden. Wie man hörte, war Lukas Kycek nach Hause gefahren.

Das Spiel begann, wie man es erwartet hatte. Angetrieben von ihrem Mannschaftskapitän versuchten die Lichtenberger über die Außen, Stendals Abwehr auszuhebeln. Vor allem über die rechte Angriffsseite wurde versucht, Breschen in die Stendaler Defensive zu schlagen.

Becke nicht zuhalten

Dabei war Lichtenbergs Becke von Loks linkem Außenverteidiger Balliet kaum zu halten, dennoch hatte er seine Sache gut gemacht.

In der 19. Minute war es dann doch geschehen. Eine Flanke in den Fünfmeterraum fand den Kopf von Bechler und Lok war wieder auf der Verliererstraße. Die Stendaler Männer gaben sich allerdings nicht auf, sie versuchten dem großen Favoriten Paroli zu bieten. Chancen hatten die Altmärker auch. In der 31. Minute konnte Schmidt nur mit einem Foul gestoppt werden. In der 40. Minute verhinderten die Lichtenberger ein Gegentor auf der Linie.

Zweites Tor vor der Halbzeit

Dann aber doch noch das zweite Gegentor vor der Halbzeit. Reiniger köpfte den Ball wieder aus dem Fünfmeterraum ins Toreck. Wo war hier die Abwehr einschließlich Torwart?

Das dritte Tor erzielten die Lichtenberger in der 55. Minute. Allerdings hätte es nicht gegeben werden dürfen, da der Schütze von der Stendaler Torlinie den Ball ins Tor befeuerte und damit klar nach einem Anspiel im Abseits war. Das hatte der Referee nicht gesehen. Lok wehrte sich mit Mann und Maus gegen eine noch höhere Niederlage, konnte aber zwei weitere Tore (57. und 62. Minute) nicht verhindern.

17 Gegentore in drei Spielen

In drei Spielen 17 Tore zu fressen, ist bestimmt nicht einfach für die Psyche der Mannschaft. Jetzt kommt es darauf an, dass der Trainer und alle im Verein die Mannschaft wieder aufbauen. Im nächsten Spiel gegen das Team aus Wismar gilt, es trotz der vorhandenen Spielersituation den Kopf oben zu behalten und sich wieder zu finden.

Auch Trainer Daniel Fest konnte der Lok-Mannschaft nicht absprechen, dass sie nicht versucht haben alles zu geben, aber mit nahezu zehn fehlenden Spielern kann man kein Spiel gewinnen, dies würde nicht mal Bayern München gelingen.

Torfolge: 1:0 Thomas Brechler (19.), 2:0 Sebastian Reiniger (45.), 3:0 Thomas Brechler (55.), 4:0 Thomas Brechler (57.), 5:0 Christian Gawe (62.).

SV Lichtenberg 47: Niklas Wollert - Marinko Becke, Nils Fiegen, Sebastian Reiniger, Richard Ohlow (46. Philip Einsiedel), David Hollwitz, Thomas Brechler (75. Moritz Künne), Christian Gawe, Patrick Jahn, Gelicio Aurelio Banze, Ali Sinan (46. Philipp Grüneberg).

1. FC Lok Stendal: Bryan Giebichenstein - Franz Erdmann, Niclas Buschke, Steven Schubert, Chris Kiesse Wete, Simon Balliet, Marcel Werner, Maurice Pascale Schmidt (30. Moritz Instenberg), Tim Seidel-Holland (84. Max Salge), Martin Krüger, Sebastian Hey.

Schiedsrichter: Justin Weigt (Max Mangold, Uwe Weitzmann), Zuschauer: 337.