Stendal l Im Finale bezwangen die Gäste aus dem Jerichower Land des Kreisoberligisten SV Eintracht Schinne 3:1.

„Das Turnier war wieder eine runde Sache. Wir haben Brettin/Roßdorf praktisch als Geschenk zu ihrem 60. Jubiläum eingeladen. Am Ende war das ein teuer erkaufter Sieg“, sagte Rico Goroncy, Vorsitzender des gastgebenden Post SV Stendal. Er hatte mit seiner Crew nur wenige Tage Zeit, um alles für die Turniere in der Sporthalle „Schillerstraße aufzubauen. „Wir haben die Zusage für die Halle sehr spät erhalten und hatten dann für die gesamte Planung nur drei Wochen Zeit, sonst waren es drei, vier Monate.“

Schwere Verletzung des besten Spielers

Überschattet wurde die Veranstaltung am Freitagabend durch die schwere Verletzung (Kniescheibe) von André Köppe. Der Notarzt musste gerufen werden (Köppe kam ins Krankenhaus), so dass sich die gesamte Veranstaltung nach hinten verzögerte. Die Siegerehrung fand gegen 23 Uhr statt.

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Eine ganz starke Geste: Köppe wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Auch die Krone des besten Torwarts (René Grützmacher) und des besten Torschützen (René Peters) ging an Brettin/Roßdorf. Allerdings musste der beste Torschützen ausgeschossen werden. Im letzten Duell unterlag Lukas Pfeiffer (Lok Stendal II).

Vienau nimmt auch teil

Etwas überraschend war noch die Teilnahme von Eintracht Vienau. Die Mannschaft ist nicht mehr im Spielbetrieb gemeldet und wurde vom ehemaligen Trainer Dirksen Höft (jetzt Eintracht Letzlingen) gecoacht. Höft: „Vielen Dank an Post Stendal, dass wir dennoch eingeladen worden sind. Das war eine schöne Geste.“

Einen Aufreger gab es in der Vorrunde. Beim Spiel gegen den 1. FC Lok Stendal II fing sich der Möringer SV vier Gelbe (Zeitstrafen) und zwei Rote Karten (Kühne, Reiter) ein. An so eine Kartenflut in einem Spiel erinnerte sich der Veranstalter auch nicht.

Favorit strauchelt im Halbfinale

Medizin Uchtspringe war nach drei Gruppensiegen ein leichter Favorit auf den Turniererfolg. Aber im Halbfinale unterlag die Mannschaft um Trainer Rico Matschkus gegen Eintracht Schinne durch einen Treffer von Christian Tuchen mit 0:1. Im anderen Halbfinale war Lok Stendal II fast nur im Angriff, aber zwei Konter brachten Brettin/Roßdorf 2:0 in Front. Dann gab es durch die Verletzung eine lange Pause. Am Ende siegte das Team aus dem Jerichower Land mit 4:1.

Auch im Finale setzte Brettin/Roßdorf auf Konter und hatte damit Erfolg.