Stendal l Nach der Partie unterhielt sich Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar mit Lok-Akteur Martin Gödecke.

Volksstimme: Herr Gödecke, am Ende hat es zu einem Punkt gereicht. Können Sie das Spiel schon analysieren?

Martin Gödecke: Wir haben hinten wenig zugelassen, unsere Viererkette hat einen sehr guten Job gemacht. Gegen den Ball waren wir alle ordentlich und auch aktiver. Wir sind früh angelaufen.

War es nach dem 3:0-Sieg gegen Strausberg die beste Heimleistung?

Gegen Strausberg war die beste Heimleistung. Heute können wir sagen, es war ein gute Heimleistung. Den Punkt haben wir durch eine geschlossene Mannschaftsleistung geholt.

Die letzten 15 Minuten hat Stendal durch die Rote Karte gegen Rocktäschel mit einem Mann mehr gespielt. Inwieweit hat das geholfen?

Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt, aber uns hat am Ende das letzte Fünkchen Glück gefehlt. Aber na ja, wir stehen in der Tabelle unten drin.

Die Leistung war hervorragend, aber das Ergebnis stimmt nicht. Würden Sie das unterschreiben?

Hervorragend war unser Leistung nicht, sie war gut. Wir hätten natürlich auch gewinnen können, vielleicht auch müssen. Aber wenn du unten drin steht und nicht das größte Selbstvertrauen hast, dann riskierst du auch nicht gleich alles, auch wenn man ein Mann mehr ist. Aber es war okay, wir müssen jetzt einfach weitermachen.

Eigentlich schon in der nächsten Woche bei SFC Stern, oder?

In der nächsten Woche wird es wieder ganz anders. Heute hatten wir einen großen und tiefen Platz. Jetzt kommt Kunstrasen bei Stern, das wird wieder eine ganz andere Hausnummer.

Dennoch, die vergangenen beiden Partien in Brandenburg und gegen Blau-Weiß Berlin lassen die Fans jetzt wieder hoffnungsvoller in die Zukunft blicken. Sehen Sie das auch so?

Wir haben jetzt in zwei Spielen zwei Punkte geholt und nur ein Gegentor bekommen. Wir müssen einfach weitermachen. Es gibt Schlimmeres, wenn man unten drinsteht.

Sie wechseln häufig die Positionen, haben auch gegen Blau-Weiß Berlin als Stürmer angefangen und sind dann ins Mittelfeld gegangen. Ist Ihnen das egal?

Am liebsten spiele ich eigentlich auf der Acht oder Zehn, von wo ich mehr Druck auf das Tor ausüben kann. Letztendlich stelle ich mich aber in den Dienst der Mannschaft. Heute war Denis (Neumann, Anm. d. Red.) nicht da, da habe ich im Sturm angefangen, dann hat sich Schubi (Schubert, Anm. d. Red.) verletzt, da bin ich ins Mittelfeld. Das ist für mich in Ordnung.

Was muss passieren, damit Lok aus dem Tabellenkeller kommt?

Wir müssen weiter so spielen und brauchen auch das Glück auf unserer Seite, um wieder einmal einen Dreier einzufahren. Wenn man sieht, Strausberg gewinnt gegen Hertha Zehlendorf und auch gegen Greifswald und wir hauen Strausberg 3:0 weg. Es ist in dieser Oberliga eigentlich alles möglich.