Stendal l Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar unterhielt sich nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft mit dem 18-Jährigen Maurice Pascal Schmidt.

Volksstimme: Herr Schmidt, dieser 2:0-Sieg war ein Befreiungsschlag für Ihre Mannschaft. Sehen Sie das auch so?

Maurice Pascal Schmidt: Definitiv. Wir haben uns alle gewünscht, dass wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben alles dafür reingehauen.

Sie haben nach einem Freistoß von Steven Schubert abgestaubt und das 1:0 geschossen, wie haben Sie diesen Treffer gesehen?

Da habe ich etwas Glück gehabt, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort gestanden habe. Ich habe spekuliert, dass der Torwart den Ball abprallen lässt. Ich denke aber, wenn ich den nicht reingemacht hätte, dann ein anderer.

War es ein Torwartfehler?

Ich denke schon, er sieht dabei nicht besonders gut aus. Dennoch bin ich natürlich überglücklich, dass ich den Ball noch über die Linie drücken konnte.

Wie lautet Ihre Analyse zum Spiel?

Es war klar ein Kampfspiel. In der ersten Halbzeit war noch viel Fußball dabei, es gab auf beiden Seiten gute spielerische Ansätze. Aber danach war es besonders zum Schluss nur noch ein Erzwingen.

Sie haben zu Beginn als zweite Spitze gespielt, aber dann etwas mehr zurückgezogen. Warum?

Ich sollte vorn anlaufen. Ich denke, dass hat gut geklappt. Ich habe dann etwas zurückgezogen gespielt, das war ein taktische Maßnahme. Ich sollte durch mein Tempo die gegnerischen Stürmer zu Fehlern zwingen. Ich denke, auch das hat ganz gut geklappt.

Sie mussten in der Vorwoche in Lichtenberg verletzt vom Platz und haben jetzt gespielt. War die Verletzung dann doch nicht so schwer ?

Schwer zu sagen, in Lichtenberg ging es auf keinen Fall weiter. Wir haben einen sehr guten Physiotherapeuten, der mich die Woche über behandelt hat, auch heute noch einmal. Dafür möchte ich mich bedanken.

Ein Wismarer Spieler ist Ihnen in der ersten Halbzeit auf die Hand getreten. Was machen die Schmerzen?

Das hat natürlich sehr weh getan. Aber durch das Adrenalin im Spiel habe ich keine Schmerzen gespürt. Hoffentlich kommen die nicht noch.

Anmerkung: Maurice Pascal Schmidt ist erst 18 Jahre alt und kann noch A-Junioren spielen. Von den elf Spielern, die beim 1. FC Lok Stendal am Sonntag gegen Wismar aufgelaufen sind, kamen gleich sieben Akteure, die auch im eigenem Nachwuchs gespielt haben oder noch spielen.