Für die Profis – oder doch die TV-Anstalten (?) – wird in Berlin ein ganzes Mega-Event veranstaltet, wobei auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wieder einen Gang zurückgeschaltet hat. Auf einem attraktiven Level haben sich auch die Endspiele um Altmark- und Kreispokal im Kreisfachverband (KFV) Fußball Altmark-Ost eingepegelt. Stefan Rühling hat darüber mit dem Verantwortlichen Tobias Petzke gesprochen.

Volksstimme: Tobias Petzke, Sie sind seit 2016 für die Pokalendspiele der Herren im Kreis zuständig. Ihr Vorgänger Michael Müller hat zuvor in Havelberg und Schönhausen regelrechte Fußball-Feste zelebriert. Waren das nicht große Fußstapfen für Sie?

Tobias Petzke: Das waren sie in jedem Fall, selbstverständlich. Michael Müller und alle Beteiligten – ob seitens des KFV oder der Vereine – haben hervorragende Arbeit geleistet und die Pokalendspiele im KFV Fußball Altmark-Ost zu den am besten besuchten im gesamten Bundesgebiet gemacht.

Wie sind Sie zu dem Posten gekommen?

Unser Präsident, Werner Meinschien, hat mich im Jahr 2016 darauf angesprochen, ob ich mir das vorstellen könnte, da Michael Müller sich zunächst verändern wollte. So habe ich Letzteren etwa ein halbes Jahr in seiner ehrenamtlichen Arbeit begleitet, ihm über die Schulter geschaut und dabei jede Menge gelernt. Seit dem Verbandstag im März 2016 bin ich für die Endspiele verantwortlich.

Was ist für Sie der Anreiz, diese Pokalendspiele jedes Jahr zu begleiten?

Es macht mir in erster Linie einfach riesengroßen Spaß. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen funktioniert hervorragend und ich kann immer wieder etwas dazulernen. So entstehen teilweise auch neue Freundschaften.

In den vergangenen Jahren fanden die Endspiele des KFV Fußball Altmark-Ost im Hölzchen aber auch Wahrburg, Uchtspringe sowie bei Post Stendal statt. Gab es für Sie einen besonderen, persönlichen Höhepunkt?

Das kann man so nicht sagen. Jedes Endspiel war für mich ein Höhepunkt für sich. In den vergangenen zwei Jahren, 2018 und 2019, haben wir in Uchtspringe und bei Post Stendal mit den Finaltagen aber auch soziale Projekte wie „Stark fürs Leben“ unterstützt. Was dort an Spendengeldern zusammengekommen ist, fand ich schon sehr bewundernswert.

Zuletzt gab es auch einen Altmarkpokal zwischen den Siegern in Altmark-Ost und -West. Unter den Mannschaften – einige sind auch nicht angetreten – ist dieses Duell umstritten. Wie bewerten Sie das?

Das kann ich so nicht bestätigten. Wir hatten bisher eine Mannschaft, mit der es Unstimmigkeiten gab. Diese aber konnten letztlich geklärt werden. In meinen Augen hat die Idee hinter diesem Pokal Hand und Fuß. Trotzdem ist es so, dass wir uns das ein wenig anders vorgestellt und etwas mehr erwartet haben. Wir werden sehen, was wir in der Zukunft aus diesem Duell zwischen West und Ost machen können.

Im nächsten Jahr ist erneut Altmark-Ost für die Ausrichtung des Altmarkpokals verantwortlich. Was muss ein Verein mitbringen, wenn er sich bewerben möchte?

Im Prinzip kommt so ziemlich jeder Fußballverein infrage, der auch am organisierten Spielbetrieb teilnimmt. Denn die Voraussetzungen, als Austragungsort zu fungieren, sind eine entsprechende Infrastruktur mit Fußballplatz, Sanitärräumen sowie eine Barriere rund um das Spielfeld und damit ähnlich zum Liga-Spielbetrieb. Natürlich sollten die Verantwortlichen auch Engagement mitbringen, diesen Tag für die Teilnehmer zu einem kleinen Höhepunkt machen zu wollen.

Da bei dem Ost-West-Duell nur ein Spiel stattfindet, würden wir uns auch über die Ausrichtung durch vermeintlich kleinere Vereine mit nicht so großen Sportanalagen freuen. Für diese kann das auch ein Test sein, ob sie für Veranstaltungen mit etwas mehr Zuschauern als im Liga-Alltag gerüstet sind. Und vielleicht, wenn die Voraussetzungen stimmen, können diese Klubs dann auch einmal den Pokal-Tag des KFV Fußball Altmark-Ost mit zwei Endspielen ausrichten.

Liegen Ihnen für das über die Kreise hinausgehende Finale schon Bewerbungen vor?

Nein, leider noch nicht. Aktuell gibt es lediglich eine unverbindliche Anfrage.

Von welchem Verein ist diese?

Ich bitte hier um Verständnis, dass ich den Namen nicht nennen kann, solange es keine konkrete Bewerbung gibt.

Bis wann können interessierte Vereine sich noch auf das große Pokalendspiel bewerben?

Eine Bewerbung für das Finale im Altmarkpokal zwischen Ost und West ist noch bis zum 30. November 2019 möglich. Diese ist an den Präsidenten Werner Meinschien zu richten.

Was passiert denn, wenn sich niemand bewirbt?

Daran denken wir erst, wenn es Tatsache ist. Dann machen wir uns intern Gedanken, wie wir das lösen. Es besteht dann beispielsweise auch die Möglichkeit, beim Finalisten (Altmark-Ost) auszutragen oder selber Veranstaltung zu organisieren.

Weiterhin ist der Pokal-Tag des KFV Fußball Altmark-Ost für das Jahr 2021 ausgeschrieben. Unterscheiden sich die Anforderungen vom Altmarkpokal?

Ja, in der Tat sehr, weil es aber auch um zwei Spiele hintereinander geht. Damit zwischen beiden Duellen für die Zuschauer aber keine zu große Pause durch Kabinenwechsel etc entsteht, wird ein größerer Sozialtrakt mit mindestens vier Umkleideräumen für die Finalisten benötigt. Auch wäre ein zweiter Fußballplatz von Vorteil, der für die Erwärmung der Endspiel-Teilnehmer des zweiten Finals genutzt werden kann, sollte das erste Duell in die Verlängerung oder gar das Elfmeterschießen gehen.

Natürlich werden auch hier ein Vereinsvorstand bzw. Verantwortliche mit einem hohen Maß an Engagement und Organisationsfähigkeit benötigt, um den Tag zu einem Höhepunkt für alle Beteiligten zu machen. Beispielsweise finden die nächsten Endspiele 2020 in Tangermünde statt, wo der Verein bereits seit drei Monaten mit der Vorbereitung beschäftigt ist. Denn eines darf nicht vergessen werden: Alle helfen ehrenamtlich mit. Wir würden uns – wie schon erwähnt – aber auch über kleinere Vereine als Tangermünde, Lok Stendal oder Bismark freuen, die einen Pokal-Tag zukünftig ausrichten möchten. Bewerbungen werden ebenso bis zum 30. November 2019 berücksichtigt.

Welche Unterstützung bekommen die Vereine bei der Ausrichtung vom Verband?

Der KFV steht den Verein bei jedem Problem zur Verfügung. Wir geben Tipps und vor allem unsere Erfahrungen der letzten Jahre an die Ausrichter weiter. Durch unsere Partner, beispielsweise den GeneralAnzeiger, die Stadtwerke Stendal oder das Autocenter Mothor, stellen wir den Vereinen aber auch Plakate kostenfrei sowie finanzielle Mittel zur Verfügung.