Salzwedel l Im Altmarkderby gegen den 1. FC Lok Stendal, musste sich die Mannschaft von Mario Jesper mit 0:4 (0:2) geschlagen geben und findet sich damit ganz hinten im Klassement wieder.

Die Stendaler feierten nach der Auftaktniederlage gegen den 1. FCM den ersten Saisonsieg.

Chancen auf beiden Seiten

Im Salzwedeler Werner-Seelenbinder-Stadion sahen die Zuschauer zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase. Die erste dicke Möglichkeit des Spiels verbuchten die Salzwedeler in der siebenten Minute. Jaylan Seiler wurde steil geschickt, fand seinen Meister aber im Lok-Schlussmann Maximilian Baeß.

In der elften Minute hatten die Platzherren dann Glück, dass es keinen Elfmeter für Stendal gab, nachdem Jannes Grigo relativ deutlich gefoult wurde. Mit längerer Spieldauer kamen die Gäste aus Stendal immer besser ins Spiel. Allerdings machten es die Gastgeber den Eisenbahnern auch leicht.

Barrie-Doppelpack beschert Lok-Führung

Die Salzwedeler versuchten fast ausschließlich kurz hinten herauszuspielen, machten dabei aber zu einfache Fehler. Der Gegentreffer fiel aber letztlich aus einer anderen Situation heraus. Nach einem Salzwedeler Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, schalteten die Rolandstädter blitzschnell um. Am Ende war es im Zentrum der Ex-Salzwedeler Jasin Barrie, der schön in der Luft stand und das Leder überlegt zum 1:0 einnickte.

Fortan hatten die Jeetzestädter richtig Probleme, kontrolliert aus der eigenen Hälfte zukommen. So kam das 2:0 für Stendal in der 22. Minute auch nicht von ungefähr. Ben Wolter verlor den Ball im Spielaufbau an Barrie, der erneut cool blieb und locker einnetzte.

Dass es zur Pause nur 0:2 aus Sicht der Gastgeber stand, lag vor allem daran, dass die Stendaler viele Situationen nicht konsequent ausgespielt hatten. Max Kohlhas aus der zweiten Reihe (32./knapp vorbei) und Finn Handge (35./vorbei) vergaben die besten Gelegenheiten vor der Pause.

Vorentscheidung direkt nach der Pause

Im zweiten Abschnitt waren gerade einmal 28 Sekunden gespielt, da lag der Ball schon wieder im Tor der Westaltmärker. Florian Jesper vertändelte den Ball leichtfertig und Barrie nahm das Geschenk mit dem 3:0 dankend an.

Der Salzwedeler Schlussmann Mark Michael Groth konnte den ersten Schuss zwar noch parieren, war beim Nachschuss aber machtlos. Anschließend plätscherte das Spiel so vor sich hin.

Stendal war das dominante Team und ließ defensiv fast nichts zu. Das lag aber auch daran, dass die Salzwedeler es nicht schafften, in der Offensive mal den Ball zu halten.

Stattdessen wurden die Bälle viel zu schnell verloren, weshalb das 0:4 in der 44. Minute auch irgendwann die logische Konsequenz war.

Barrie schnürt Viererpackt

Maurice Tobias Schulze setzte sich in der Box gegen seinen Bewacher Maximilian Eisert durch und brachte den Ball vor das Tor. Dort stand Barrie mutterseelenallein und konnte mit dem Treffer zum 4:0 seinen Viererpack schnüren. In der Schlussphase hatte Stendal genügend Möglichkeiten, um weiter zu erhöhen. Auf der anderen Seite hatten auch die Platzherren ein paar gute Situationen, spielten es aber nicht konzentriert genug zu Ende.

So blieb es schlussendlich beim verdienten 4:0-Auswärtssieg für den 1. FC Lok Stendal.

Statistik

SG Salzwedel: Groth - Eisert, Budras, Lemme (36./Nayee), Mohebzada, Wolter, Seiler, Jesper, Wiedemann (55./Schulze), Kempe, Stütz.

1. FC Lok Stendal: Baeß - Kohlhas, Handge (50./Stangl), Hiller, M. Schulze (51./Meier), Grigo, Barrie (46./Wolff), F. Schulze, Lukas (40./Frötschner), Erdmann, Schreiber.

Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Jasin Barrie (16., 22., 36., 43.).

Schiedsrichter: Marco Peters.

Zuschauer: 40.