Stendal l Wie reagieren die Verantwortlichen beim 1. FC Lok Stendal auf das 1:7-Desaster des Sonntags bei Einheit Rudolstadt? Es war eine der höchsten Niederlagen in Lok-Oberligazeiten.

Überraschend deutliche Niederlage

Dieses 1:7 zum Beginn der Rückrunde in der Oberligasaison 2017/18 kam für die Altmärker und ihre Fans doch sehr überraschend. Lok-Chefcoach Sven Körner hatte genau die Formation als Startelf gewählt, die im letzten Vorbereitungsspiel gegen Optik Rathenow (2:2) einen ausgesprochen guten Eindruck hinterließ.

Der Übungsleiter nimmt sich bezüglich der äußerst hohen Niederlage selbst in die Verantwortung: „Was die Aufstellung angeht, habe ich sicherlich nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Zum Beispiel sind Spieler berücksichtigt worden, die in den letzten beiden Wochen nur sehr wenig trainierten“, so Körner. „Ganz besonders am Zweikampfverhalten war zu merken, dass die Mannschaft nicht hundert Prozent gegeben hat“, lautet eine weitere Ursache, die der Coach für das 1:7-Desaster ausmacht.

Seit sieben Spielen nicht gewonnen

Die Mannschaft und auch Sven Körner haben sich, seit er Lok-Trainer wurde, immer nur bergauf bewegt. Seit sieben Oberligaspielen wurde jedoch nicht gewonnen, sondern unter anderem 21 Gegentreffer geschluckt.

„Wir müssen jetzt kleine, aber geschlossene Schritte machen. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft volle Pulle reinhaut. Es gilt, die Geschlossenheit und Kompaktheit der Mannschaft wieder herzustellen“, weiß der Trainer, welche Wege er jetzt gehen muss.

An den nächsten beiden Sonntagen tritt der 1. FC Lok Stendal jeweils daheim an. Zunächst kommt das Team von Askania Bernburg , dann der VfL Halle 96 ins Stadion Am Hölzchen. Kann Lok über diese beiden Heimpartien den Weg aus der augenblicklichen sportlichen Krise finden?

Übrigens hat deas Team zu anderen Oberligazeiten auch schon daheim 0:6 gegen Hertha II und 1:8 beim FCM verloren. Das Leben ging weiter.