Stendal l Der 1. FC Lok Stendal, derzeit auf Platz 13, hat noch zwei Nachholspiele (gegen Greifswald und Blau-Weiß Berlin) in der Hinterhand.

Durch den 1:0-Sieg, den zweiten Dreier der laufenden Saison, am letzten Hinrundenspieltag gegen den BSC Brandenburg-Süd ist der 1. FC Lok Stendal auf Platz 13 geklettert. Die Altmärker rangieren wieder über dem Strich. Dort, wo sie auch am Saisonende stehen wollen.

Analyse mit Kapitän Groß

Die Volksstimme-Sportredaktion hat mit Philipp Groß, Kapitän des 1. FC Lok Stendal, die Hinrunde der Ostaltmärker analysiert.

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„Wir hatten einen guten, ja fast perfekten Start mit dem Dreier gegen Torgelow und den Punkt gegen Blau-Weiß Berlin. Dann kam eine Phase mit vielen Unentschieden, dadurch sind wir in den Keller reingerutscht. Es war schwierig, sich da unten rauszuboxen. Durch den 1:0-Sieg am Ende gegen Brandenburg konnten wir uns vom Tabellenende etwas lösen. Die Hinrunde hat positiv angefangen, aber wir haben es nicht geschafft, die Qualität, das Niveau zu halten. Wir hätten den einen oder anderen Punkt mehr ergaunern können, da hätten wir jetzt beruhigt in die Winterpause gehen können“, umriss Groß die Hinrunde.

Hoffnung für die Rückrunde

Dennoch ganz so schlecht wollte der Stendaler Kapitän die Hinrunde dann doch nicht abstempeln.

„Wir haben natürlich auch gute Spiele abgeliefert und hätten unter anderem gegen TeBe oder Neustrelitz mit einem Dreier dastehen können. Auch gegen Zehlendorf haben wir ein gutes Spiel gegen den Ball gemacht.“

Dennoch sieht der Stendaler Mannschaftsführer noch Steigerungs-Potenzial bei seinem Lok-Team: „Bis zum 10. Spieltag haben wir defensiv gut gestanden und haben wenig zugelassen, sieht man von den Spielen gegen Ludwigsfelde und gegen Pampow einmal ab. Das haben wir nicht halten können, aber zuletzt haben wir uns wieder gefangen. Unsere Stärke, unser Zweikampfverhalten, das wir am Anfang der Saison gezeigt haben, das müssen wir uns in den kommenden Spielen wieder in Erinnerung rufen.“

Mit dem Teamgeist zum Erfolg

Ein Rezept hat er auch schon parat: „Hinten lange die Null halten und vorn wieder effizienter werden. Wir haben ja mit Denis Neumann einen Spieler, der weiß wo das Tor steht.“ Etwas umgekrempelt gegenüber den Vorjahren sieht Groß das Stendaler Team insgesamt: „Wir hatten schon mal einen besseren Zusammenhalt, bedingt dadurch, dass jetzt Teile der Mannschaft aus Stendal und die Anderen aus Magdeburg kommen. Das ist nicht immer einfach, da muss man viele Kompromisse eingehen. Die Stimmung, die Chemie passt schon. Wir ticken schon alle ziemlich gleich und haben keine Exoten in der Mannschaft, das sind schon alles gute Charaktere.“

Jetzt gilt es, „sich gut vorbereiten und dann wieder 110 Prozent geben, um letztendlich die Klasse zu halten, das wird auf jeden Fall wieder eine schwierige Angelegenheit“.