Stendal l In der anschließenden Pressekonferenz waren beide Trainer mit dem Resultat zufrieden.

„Glückwunsch zum Punktgewinn, wenn man so leidenschaftlich kämpft wie Stendal, da kann man dazu nur gratulieren. So stellt man sich das in der Oberliga vor“, sagte TeBe-Trainer Dennis Kutrieb, der im Endeffekt mit dem einen Punkt zufrieden war, fiel der Ausgleichstreffer per Elfer doch sehr spät.

Vor dem Spiel ging es eigentlich nur um die Höhe des Gäste-Sieges, denn TeBe hat alle sechs Spiele bisher gewonnen und war klarer Favorit.

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Anfangsphase mit vielen Highlights

Aber bereits mit dem ersten Torschuss von Denis Neumann lag der Ball im Netz – 1:0 (2.). Die Gäste konterten umgehend zum 1:1 (4.). In einer rasanten Anfangsphase auf rutschigem und nassem Boden war auch der insgesamt dritte Torschuss ein Treffer.

Martin Gödecke und Tim Kolzenburg standen zum Freistoß bereit. Plötzlich lief Kolzenburg los: „Mann Kolze“, schrie Gödecke aufgebracht. Der Angesprochene rannte plötzlich zurück und trat den Freistoß. Die Berliner Abwehr war so überrascht und Franke lenkte das Leder ins eigene Netz – 2:1 (9.). Diese Slapstick-Einlage der beiden Stendaler erinnerte doch sehr an den WM-Freistoß-Trick 2014 gegen Algerien mit Thomas Müller. „Das war so gewollt“, sagte Gödecke nach dem Spiel.

Lok-Defensive hält

An dieser 2:1-Führung bissen sich die Berliner die Zähne aus. Sie waren spielerisch erwartet besser, scheiterten aber immer wieder an der kompromisslosen Lok-Abwehr. Stendal spielte insgesamt mit viel Leidenschaft und Kampfgeist. In der zweiten Halbzeit hatte Neumann sogar die dicke Chance zum 3:1 (65.). Der Ball ging nur hauchdünn am Pfosten vorbei. Ein weiterer Lok-Treffer, dann wären die drei Punkte für die Altmärker sicher im Sack gewesen.

Aber auch so war ein Heimsieg drin – bis zur 86. Minute. Nach einer schönen TeBe-Kombination rutschte Steven Schubert zur Abwehr in die Vorlage. Dabei soll der Ball an seine Hand gegangen sein. Zum Unmut der Zuschauer entschied Schiri Alm (Fürstenwalde) auf Handelfmeter. Nicolai Matt verwandelte zum 2:2.

Dabei blieb es trotz fünf Minuten Nachspielzeit bis zum Abpfiff.

„Wenn man gegen so einen Gegner was mitnehmen möchte, müssen viele Dinge zusammen kommen, der nasse Rasen, eine schnelles Tor. Die Mannschaft hat gefightet, wir wollten unseren Zuschauern mehr bieten als in den letzten Wochen. Ich bin über den einen Punkt froh und glücklich“, sagte Lok-Trainer Jörn Schulz abschließend.