Stendal l Fünf Teams müssen gegen westaltmärkische Konkurrenz antreten, während Uchtspringe Jerichow zu Gast hat. Spielfrei hat TuS Wahrburg, das auch nach diesem Spieltag auf Platz eins thronen wird.

Standortbestimmung für den MSV

Durch die heftige 1:9-Niederlage und das in Überzahl, rutschte der Möringer SV im Klassement auf den vorletzten Platz ab. Dass es für die Pappelarenen-Kicker keine leichte Saison werden wird, war den Verantwortlichen schon im Vorfeld klar. Nach nur fünf Spieltagen steht nur ein Punkt auf der Habenseite und so ist das Spiel gegen Grün-Weiß Potzehne schon irgendwie ein Sechs-Punkte-Spiel. Die kommenden Gastgeber haben sich durch den Vorwochensieg von unten ein bisschen Luft verschafft und wollen gegen die MSV-Kicker weiter nachlegen.

OFC in der Favoritenstellung

Eine vermeintlich leichte Aufgabe steht dem Osterburger FC im Heimspiel gegen den MTV Beetzendorf bevor. Wenn alles seinen normalen Gang geht, behalten die Biesestädter die drei Punkte zu Hause. „Das wäre natürlich schön, wenn das so klappt. Dann haben wir einen guten Abschluss vor der Pokalpause. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen“, erklärt OFC-Trainer David Rose.

Die Remiskönige, kein Team hat bisher mehr Unentschieden gespielt, von Germania Tangerhütte erwarten zum Heimspiel den FSV Heide Letzlingen. Die Tangerstädter haben noch kein Spiel verloren, aber dafür schon dreimal Unentschieden gespielt. Die Elf um Trainer Jürgen Dobberkau lechzt danach, endlich wieder dreifach zu punkten. Warum nicht gleich gegen Letzlingen damit anfangen?

Lok-Reserve spielt im Hölzchen

Aus Sicherheitsgründen muss der 1. FC Lok Stendal II seine Partie gegen Eintracht Salzwedel im Stadion „Am Hölzchen“ austragen, zudem haben sich 100 Salzwedeler Fans angemeldet. „Das ist für uns eine ganz neue Situation. Es ist das erste Mal, dass die Zweite im Hölzchen spielt und einige meiner Spieler haben noch nie im Stadion gespielt“, weiß Lok-Coach Martin Obst. Er hat mit seiner Mannschaft am Donnerstag im Hölzchen trainiert, um „schon mal zu gucken wie es ist, da auch der Platz breiter ist“, so Obst.

Für die Eisenbahner wird es auf jeden Fall nicht einfach. Die letzten drei Spiele gingen allesamt in der Schlussphase durch eigene Fehler verloren und brachten die Lok-Kicker so um ihre Mühen. „Wenn wir einen Punkt mitnehmen, wäre ich damit schon zufrieden. Alles andere wäre eine Überraschung. Salzwedel ist ganz klar der Favorit“, sagte Obst abschließend. Ob er auf seinen Kapitän Konrad Becker zurückgreifen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Bisher ist seine Sperre noch offen.

Uchtspringe auswärts favorisiert

Das Schlusslicht SV Lok Jerichow gastiert bei Medizin Uchtspringe. Die Gastgeber kriechen personell auf dem Zahnfleisch, zwar kommen drei Spieler wieder zruück aber es fehlen am Sonnabend Meinert, Roggenthin, Lenz und Stein. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Klukas. „Unser Kader ist nicht breit genug, dennoch nehmen wir die Situation so hin und werden gegen Jerichow alles raushauen, um die drei Punkte zu Hause zu behalten“, so Coach Lars Reifke.

RSV mit Personalproblemen

Zum Abschluss des Spieltages empfängt der Rossauer SV am Stapler Weg Rot-Weiß Arneburg. Die Vorzeichen vor dem Spiel könnten beim RSV nicht schlechter sein. „Ich habe gerade mal elf Zusagen, wovon Hannemann, Huth und Sannemann noch angeschlagen sind“, bedauert Rossaus Trainer Christian Schulze die derzeitige personelle Lage. Dazu kommen die Ausfälle von Falko Schulz, Benjamin Wolligandt, Julius Riemann, Hannes Kalkofen und Christian Schmitz. „Wir werden dennoch versuchen alles rauszuhauen und dagegen halten, auch wenn es gegen diese gestandene Truppe nicht einfach wird“, so Schulze abschließend.

Die Arneburger haben derzeit einen Lauf und gewannen drei Spiele in Folge. Dass es ausgerechnet immer freitags war ist eher zufällig, denn Coach Philipp Dieckmann „ist es komplett egal, an welchem Tag wir spielen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie in jedem Spiel an ihre Leistungsgrenze geht.“ So natürlich auch am Sonntag in Rossau. Er weiß aber auch: „In Rossau zu spielen ist für keine Mannschaft einfach, gerade weil der Gegner auch hochmotiviert sein wird, die ersten drei Punkte zu Hause zu holen. Es wird ein sehr emotionales Spiel wegen den zahlreichen Zuschauern und am Ende des Spiels wird die Mannschaft gewinnen, die den kühleren Kopf bewahrt und sich darauf konzentriert Fußball zu spielen.“