Stendal l Die Freudengesänge über den einen Punkt sind kaum verklungen, da gilt die ganze Aufmerksamkeit des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal bereits der nächsten Aufgabe am Mittwoch. Durchatmen bei Lok. Fast wäre es am Sonntag in die Hose gegangen. Nach einer couragierten Leistung standen die Ostaltmärker im eigenen Stadion gegen die TSG Neustrelitz in der 90. Minute mit leeren Händen da. Sie hatten Chancen in Hülle und Fülle vergeben, ließen hinten kaum etwas zu und stolperten über einen Eckball, der dann zum 0:1 führte. Liskiewicz hatte eingeköpft. Das Tor zum 1:1 in der letzten Minute von Marcel Werner hatte danach alle Ketten gesprengt, die Spieler, das Trainergespann und die Fans ließen ihren Freude-Gefühlen freien Lauf.

Aber hat denn Loks Trainer Daniel Fest überhaupt noch an den Punkt geglaubt? „Zwischendurch war ich schon etwas skeptisch. Wir haben dann auf Dreierkette umgestellt und eine zweiten Stürmer gebracht. Die Mannschaft hat sich selber nicht aufgegeben und immer wieder Druck erzeugt. Diesen Mut habe ich von meiner Mannschaft auch abgefordert. Als dann diese Ecke kam, habe ich gehofft. Die Freude über den Treffer hat man auch an meinem Jubel gesehen.“

Aufmerksamkeit auf Hansa

Jetzt gilt die ganze Aufmerksamkeit aber erst einmal dem Spiel bei Hansa Rostock II am morgigen Mittwoch. Bei den Stendalern hat sich niemand verletzt, so dass Fest eigentlich auf seine Stammformation zurückgreifen könnte. Aber wie in englischen Wochen üblich, ist Rotation auch ein Thema. „Wir wollen auf jeden Fall an die gute Leistung gegen Neu-strelitz in Rostock anknüpfen. Uns ist aber klar, das wird dort kein Zuckerschlecken“, erklärt der Trainer.

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Favoriten sind die Gastgeber, die mit zwölf Punkten derzeit Tabellensechster sind. Stendal ist durch diesen einen Zähler gegen Neustrelitz an Malchow vorbeigezogen und steht jetzt auf Rang 14. Schiedsrichter der Partie ist Andy Scholz.