Stendal l Durch den 2:1-Sieg gegen den FC Strausberg hat der 1. FC Lok Stendal in der Fußball-Oberliga, Staffel Nord, die Chancen auf den Klassenerhalt weiter am Leben erhalten. Noch stehen die Altmärker zwar auf Rang 14 (einen Platz nach oben geklettert), aber unten im Klassement ist alles dicht beisammen.

Dauerregen beim Oberligaspiel

Das Spiel gegen den FC Strausberg stand im Dauerregen lange auf der Kippe. Die Gäste hatten speziell in der ersten Halbzeit, bedingt durch das Führungstor, ihre Vorteile. Bei den Stendalern herrschte großer Druck, denn die Partie durfte unter keinen Umständen in die Hose gehen.

Das wusste auch Loks Trainer Jörn Schulz: „Wir werden jetzt Woche für Woche vor solchen Spielen stehen, die Mannschaft weiß, worum es geht.“

Über die Außen Druck machen

Der Plan war auch klar. Schulz: „Wir wollten über die Außen kommen und nicht nur lange Bälle spielen. Mit Max Salge und Niclas Buschke auf den Außenpositionen wollten wir Druck aufbauen.“

Das klappte zu Beginn nur teilweise, weil auch viele Bälle schnell wieder verloren gingen. Schulz: „Nach dem Gegentor hat man dann gemerkt, dass wir unsicher waren. Da haben sich Fehler eingeschlichen.“ Klar war auch, fällt für die Gäste, die dazu eine dicke Chance hatten, das zweite Tor, „dann wird es für uns enorm schwer“.

Unbändiger Kampfgeist bei Lok Stendal

Was die Stendaler jedoch über die 90 Minuten auszeichnete, das war unbändiger Kampfgeist, der Wille, diese Partie auf jeden Fall siegreich zu gestalten. „Nach dem 1:1 waren wir gut im Spiel. Ich freue mich, dass sich die Mannschaft für den Aufwand belohnt hat. Jetzt sind wir erstmal erleichtert“, erklärte Schulz nach der Begegnung.

Ähnlich sah es auch Strausbergs Trainer Christof Reimann: „In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel. Beide Mannschaften hatten gute Chancen, wir besonders nach schnellem Umschaltspiel. Unser Tor war etwas glücklich. Wir verpassen es dann aber, das 2:0 zu machen. Dann bringst du die Heimmannschaft ins Nachdenken, das war eigentlich unser Ziel, das ist uns nicht geglückt.“

FC Strausberg reagiert nur

Reimann sah aber auch, dass sich die Stendaler in der zweiten Halbzeit steigerten und seine Mannschaft nur noch reagierte und kaum noch Chancen initiierte.

Dennoch: geht der Ball von Reischert nicht an die Latte, sondern zum 1:2 ins Netz, hätte alles anders kommen können.

Reimann: „Die zweite Halbzeit verstehe ich immer noch nicht, wir haben nur noch lange Bälle gespielt und die Hausherren das Spiel machen lassen. Dass dann der Bumerang-Effekt kommt, war uns klar.“

Zu Gast beim Charlottenburger FC

Am Sonntag spielt Lok beim Charlottenburger FC Hertha. Dort sind die Stendaler zwar Außenseiter, aber auch Auswärtspunkte sind für die Mission Klassenerhalt willkommen.

Mit seinem Treffer zum 2:1 hat Niclas Buschke jetzt in der Torschützenliste als bester Stendaler sechs Saisontore. Vorn ist weiterhin Sebastian Huke (Hertha Zehlendorf).