Möringen l Im ostaltmärkischen Derby der Fußball-Landesklase, Staffel I, hat der Möringer SV auf eigenem Platz gegen Saxonia Tangermünde 3:1 (1:0) gewonnen. Am Ende war der Sieg der Möringer, die damit das vierte Spiel in Folge gewannen, nicht unverdient.

Möringen ist feldüberlegen

Sie hatten ein Chancenplus und waren speziell in der ersten Halbzeit feldüberlegen. Die Gäste haderten hingegen mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters.

Möringen begann konzentriert und hatte durch Patrick Huch die erste Möglichkeit (Ball ging knapp vorbei, 15.). Danach vergab noch Philipp Kühne. Das Leder ging nach seinem Schuss über den Kasten (27.). Auch ein Heber von Kevin Beyer verfehlte nur hauchdünn sein Ziel (39.). Möringens Trainer Steffen Säger freute die Spielweise seiner Mannschaft. „Weiter die Abschlüsse suchen“, spornte er sein Team an.

Möringer SV macht das 1:0

Das half. Tim Reiter gelang zehn Minuten vor der Pause das 1:0. Die Saxonia-Bank tobte, weil es zuvor zwei Fouls gegeben hatte. Auch Säger freute sich nicht richtig über den Treffer: „Ja, zwei klare Fouls“, stimmte er den Tangermündern zu.

Nach den Wechsel zeigten die bisher harmlosen Gäste mit einigen Umstellungen mehr Initiative nach vorn. Bei einem Abschluss von Lars Korte war Möringens Keeper John Ziesmann auf der Hut. Dem MSV schmeckte der Spielstand, er konterte. Das 2:0 (60.) war dann stark herausgespielt. Beyer legte mit der Hacke ab und Tim Reiter brauchte das Leder nur noch einzuschieben.

Anschlusstor für Tangermünde

Die Saxonen ließen danach kurz die Köpfe hängen. „Weiter, wir haben noch 30 Minuten Zeit“, spornte Kapitän Daniel Groß seine Mitspieler an. Die gehorchten und drängten auf den Anschlusstreffer. Nach einem Foul an Groß gab es Elfmeter (65.). Jetzt tobte die MSV-Bank, die kein Vergehen gesehen hatte. Lars Korte juckte das alles nicht, er verwandelte sicher zum 2:1.

Danach war Saxonia obenauf und drückte auf den Ausgleich, wurde aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach einer Tätlichkeit gegen Reiter sah Richard Wehrmann glatt Rot. Von diesem Schock erholte sich Tangermünde nicht so schnell. Richardt Klipp gelang im Nachstochern noch das 3:1.

Danach hatte Saxonia zwar noch eine dicke Chance von Lars Korte, der nach einem Kopfball nur die Latte traf, an der zweiten Saison-Niederlage der Elbestädter änderte das jedoch nichts mehr.