Stendal l Am 15. Spieltag der Fußball-Oberliga, Staffel Nord, hat der 1. FC Lok Stendal den BSC Brandenburg-Süd auf eigenem Platz knapp 1:0 (0:0) besiegt. Es waren im Abstiegskampf drei ganz wichtige (und verdiente) Punkte für den Stendaler Oberligisten.

„Ihr habt einen Stürmer, der trifft. Das ist eure Lebensversicherung“, sagte Brandenburgs Trainer Mario Block, der in seiner Mannschaft ein Qualitäts-Problem sah, nach Spielende. Gemeint war natürlich Denis Neumann, der in der 81. Minute das Tor des Tages für Lok erzielte.

Gäste mit der ersten Torchance

Die für beide Mannschaften eminent wichtige Partie im Abstiegskampf begann vor 251 Zuschauern mit einem Paukenschlag. Gäste-Stürmer Ricky Djan-Okai kam völlig frei zum Abschluss. Er hatte aber Mühe, den Ball richtig zu kontrollieren und schoss über das Tor (5.).

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Danach machte Stendal aber Druck. Die Gäste zogen sich immer mehr zurück, verteidigten und warteten auf Konter. Bei den Lok-Kickern fehlte noch die Durchschlagskraft, um gefährliche Szenen heraufzubeschwören. Oft kam der letzte Ball nicht an. Die wenigen Möglichkeiten verpufften, so dass es nach 45 Minuten leistungsgerecht 0:0 stand.

Lok drängt auf die Führung

Nach dem Wechsel kamen die Stendaler mit neuem Schwung aus der Kabine. Die Chancen häuften sich. Erst vergab Martin Krüger, der nach Krankheit geschwächt in die Partie ging, per Kopfball (50.), dann hielt Brandenburgs Keeper Toni Neubauer bei einem Hinterhaltsschuss von Tim Kolzenburg herausragend (52.).

Als schließlich der agile Kolzenburg fast aus dem Stand schießend die Latte traf und Neumann freistehend über das Tor schoss (63.), war das 0:0 für Brandenburg glücklich.

„In dieser Phase hätte Stendal uns abschießen können“, analysierte Block. Seine Mannschaft überstand aber die Stendaler Angriffsbemühungen nach der Pause und wurde mutiger. Ein Heber von Necmi Ulacay (70.) und ein Kopfball von Jozef Kokot (74.) brachten jedoch nicht das für Brandenburg erwünschte Ergebnis.

Neumann knippst Lok zum Sieg

Schließlich gab es gestern doch noch diesen einen Moment. Der eingewechselte Pascale Maurice Schmidt setzte sich per Konter auf der rechten Seite durch. Der Ball ging nach seiner Hereingabe zu Neumann. Der ließ noch zwei Verteidiger stehen und schoss in seiner unnachahmlichen Art zum 1:0 ein.

Der Rest war nur noch Stendaler Jubel. Beim 1:0 blieb es bis zum Schluss.

Mit diesem Sieg ist Lok auf Tabellenplatz 13 und aus der Abstiegszone geklettert.

„Ein großes Durchatmen bei uns, die Woche war sehr anstrengend und intensiv. Wir haben Probleme, gegen die Mannschaften, die tief stehen, Lösungen zu finden. Die Jungs haben das aber gut gemacht und die Ruhe bewahrt. Ich denke, auf Grund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung“, zog Loks Trainer Jörn Schulz sein Fazit.