Berlin l Am 6. Spieltag der NOFV-Oberliga, Staffel Nord, haben die Kicker des 1. FC Lok Stendal am gestrigen Sonntag beim Charlottenburger FC Hertha 06 am Ende 1:2 (0:1) verloren.

Stendals Trainer Jörn Schulz nahm im Kader gegenüber der Vorwoche einige Änderungen vor. Philipp Groß, der etatmäßige Kapitän des Lok-Teams, rückte nach einer langen Pause (Urlaub, Verletzung) in die Anfangsformation. Auch Felix Knoblich, der vor dieser Saison von Bismark zum Oberligisten gewechselt ist, bekam eine Chance von Anfang an. Fit für die Startelf war ebenfalls Max Salge. Lukas Breda fehlte auf dem Spielbogen, Benjamin Bubke und Pascal Schmidt nahmen auf der Bank Platz.

Die Gastgeber zeigten von Beginn an eine starke Vorstellung. Sie spielten nicht wie ein Rangletzter, lediglich die Auswertung der Möglichkeiten war im ersten Abschnitt katastrophal. Die Berliner vergaben eine Möglichkeit nach der anderen.

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Rückstand vor der Pause

Stendal kam überhaupt nicht in die Partie, warf vorerst nur den Kampf in die Waagschale. Felix Knoblich handelte sich dann auch schnell eine erste Gelbe Karte ein (11.). Einen Treffer mussten die Stendaler in den ersten 45 Minuten dann doch schlucken. Nach einem Freistoß war Kapan erfolgreich.

In Halbzeit zwei mussten die Stendaler mehr machen. Sie kamen mit neuem Schwung aus den Kabinen - und wurden schnell geschockt. Diallo traf zum 2:0. Damit war schon eine gewisse Vorentscheidung in diesem Kellerduell gefallen.

Platzverweis für Schubert

Die Gäste investierten danach noch mehr und kamen zu Chancen. Sie wurden vorerst allesamt vergeben. Nach einer Vorlage von Martin Gödecke war es schließlich Goalgetter Denis Neumann, der in seiner typischen Art zum 2:1 (79.) verkürzte. Hoffnung keimte in den altmärkischen Reihen auf, schließlich war noch genügend Zeit, einen weiteren Treffer zu erzielen. Diese Hoffnungen mussten die Stendaler jedoch schnell begraben, als Steven Schubert zwei Minuten vor Spielende die Gelb-Rote Karte sah. Wenig später war Schluss - die Stendaler mussten im fünften Saisonspiel die vierte Niederlage hinnehmen.

„Wir sind im Moment nicht besser. Wie brauchen zu viele Chancen für ein Tor. In bestimmten Mannschaftsteilen haben wir auch Probleme mit der Schnelligkeit“, sagte Lok-Trainer Jörn Schulz unmittelbar nach der Partie.