Staffelde l Anschließend sprach Sportredakteur Frank Kowar mit Florian Steinhagen, dem Trainer des Fußball-Kreisligisten Grün-Weiß Staffelde.

Volksstimme: Herr Steinhagen, was sagen Sie zum Spiel oder war es nicht eher ein Kampf?

Florian Steinhagen: Genau das waren meine ersten Worte in der Kabine. Es sollte in Pokalkampf, ein Fight werden. Wir wollten uns in jeder Situation in die Zweikämpfe werfen. Jeder sollte für jeden laufen. Nur so hatten wir überhaupt eine Chance. Natürlich haben wir unseren kleinen Platz genutzt. Da können die höherklassigen Mannschaften ihre Vorteile nicht so gut ausspielen.

Welche Pläne gab es noch?

Was ich gerade gesagt habe, musste unsere Waffe sein. Und dann wollten wir mit unseren schnellen Spielern David Büst und Bastian Engels zu Kontersituationen kommen.

Das kann aber noch nicht alles gewesen sein?

Wir haben beim Training besonders Ecken und Standardsituationen eingeübt, um daraus vielleicht ein Tor zu erzielen, das ist uns ja auch gelungen. Das freut mich jetzt natürlich besonders.

Warum hat es am Ende nicht gereicht?

Leider ist das zweite Tor gegen uns zu früh gefallen. Trotz der großen Motivation hängen bei den Jungs nach dieser Niederlage natürlich die Köpfe nach unten.

Lag die Niederlage an der Kondition?

Am Ende war es relativ knapp. Konditionell fand ich uns nicht schlechter. Wir sind mehr gelaufen als Tangermünde. Die Gäste haben natürlich den Ball besser in ihren Reihen laufen gelassen.

Tangermünde hat in der zweiten Halbzeit die Taktik etwas geändert und Richard Wehrmann als Sturmspitze aufgestellt. Hat euch das gestört?

Sie haben nach dem Wechsel etwas umgestellt, aber das hat uns nicht gestört. Wir hatten eine klare Mission, einen klaren Plan.

Der beste Mann auf dem Platz war Torwart Daniel Böhlke. Sehen Sie das auch so?

Ja, natürlich. Wenn der jetzt auch noch zum Training kommen würde. Er trainiert nicht sehr oft, sagen wir es mal so.

Aus beruflichen Gründen, oder?

(lacht) Nicht nur. Aber so einen Torwart brauchen wir natürlich.